Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8 (August 1858)
- Date
- 1858-08-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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<5s AMschÄt.'-- »ctt/5 ^'M^M^ h^f Herrn Cohm, ehemals Cäntor M Tewpek Emanuel in Rew-Yort, dann in Änsche Maarib inChiqaqo alb ihren Tantor gewählt. Gegenwärtig wird in beiden Tempeln Vordereitung zur Constrmation getroffen, die den ersten Tag Schebuoch statt' findek/ Im Xalmid-Ielodim-Jnjiitut werden 28 und in Nojöth ^tt Consttmittkden vorbereitet. Es wird hier an der Vereinigung beider Schule« geärbeiM, die allerdings Wüttschenswerth ist."? WieSbadett. Beim Schlüsse dieses Heftes erhatten wir ausTrier dte schmerzliche Trauerknttde, von dem am 20. Juli (2SQ^O) echlM Hinschnden der jugendlichen Ehegattin unsers befreundeten College», des Herrn Oberrabbiners Cahn daselbst- Einer uns hierüber zugegangenen Mittheilung entnehmen wir, daß die Entschlafene, Rebecka geborene Va N viema, auS Norddeutschland gebürtig, im vier und dreißigsten Jahre ihres Lebens «nd im vierzehnten ihrer überaus glücklichen tzhe abgerufen wurde in eine höhere Welt. Ausgezeichnet durch ihre Vorzüge des Geistes und des Herzens, ein Muster ächter Weiblichkeit und Menschenbeglückenver Frömmigkeit, hatte sie in ihrer Neuen HeimalhMv die Hochachtung und Zuneigung Auer gewonnen. Diese hochachtungsvoll? Zuneigung betätigte sich während ihres kurzen Krankenlagers aus das Rührendste durch den Eifer, mit welchem die Gemeindeglieder nach dem OotteShaUfe hinströmten, um von dem mächtigen Arzte in der Höhe Heilung und Genesung herabzuflehen für ihr schwer bedrohtes Leben. Doch unsere Gedanken sind nicht immer auch Gotres Gedanken! — Die Nachricht von ihrem Dahinscheiden erfüllte Alle mit Trauer und Nstürzsng nahe und ferne. Denn Alles, was der Tod Erschütterndes hat für die Ueberlebenden, war hier vereinigt: ein noch jugendliches Leben, eine heißgeliebte Gattin, eine zärtliche Mutter unerwachsencr Kinöer, ein erleuchteter Geist, ein edelsinniges Herz, eitte ächte Priesterin in ihrem ganzen Thun und Walten 5 Die Bewohner der Stadt und Umgegend, ohne Unterschieb des Standes und Glaubens, begleiteten sie, in ganz außergewöhnlicher Anzahl, in feierlichem imposanten Zuge zu ihrer letzten Ruhestätte. Der Larz wurde ausnahmsweise Nicht dahin gefahren, fondern durch die Elite der Zugettd. die um diese Ehre gebeten hatte, getragen. Die von Hemk Landrabbiner Gold mann aus Birtenfeld gehaltene Grabrede w-r öel treffende Ausdruck der schmerzlichen Gefühle. die alle Herzen über det! verlitst dieses mit so seltenen Vorzügen ausgestatteten Biederweibes erfüllten, und seine schönen Trostesworte gössen zugleich lindernden Lab jam ln die frische Wundes Als hierauf auch der tief erschütterte Ehegatte das Wort ergriffen, um der innig geliebten Sattin einen Scheidegrüß nachzusenden, da wurden alle Gemüther überwältigt und kem Auge konnte sich der Thränen erwehren. MSge unser verehrter Colleg, dem wir hiermit unser innigste» veileid bezeigen, Trost und Ruhe finden in dem Aufblicke zu Gott, der W Liebe genommen, wie er in Liebe gegeben hat? S üs tind. St eden geht uns die höchst erfreuliche Kunde zu, daß L« ««lllsruhe — in SarlSruheü — die Fortschrittspartei bei der Neuwahl des SynagogenratheS die sännntlichen fünf Synagogellrälhe ihrer Richtung durchgesetzt — die Orthodorie ist total 'durchgetalten; —?^M0 "MV - Näheres im nächsten Hefte. L- Z- —^ ——-