Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Di^.Verräther. Duldung eingeschrieben hat, die alle Kinder deS gemeinsamen Vaterlandes ohne Unterschied des Rangs, der Meinung oder deS Glaubens durch die Bande der Zuneigung und gegenseitiger Unterstützung vereinigen und alle Talente, alle edeln Kräfte dem Nutzen Aller dienstbar machen." Diese Rede, welcher der Geist des edelsten Wohlwollens eingeprägt war und in welcher ein Groß-Rabbiner über eine Religion, die nicht die seinige ist, in anerkennender Weise sich aussprach, machte auf alle Anwesenden einen lebhaften Eindruck. Der warme Händedruck des Präfecten, des Maire, des Rectors und des Geistlichen Dulori6 gab dem Groß-Rabbiner die Gefühle zu erkennen, von welchem Alle erfüllt waren. S. Die Berräther. Unsere Leser werden mit großem Interesse obige Stelle gelesen haben, worin ein Verkünder unserer heiligen Lehre in Frankreich sich über die „Nächstenliebe" nach der Auffassung unserer Religion ausspricht. Wir könnten diesen herrlichen Worten andere, von gleicher Trefflichkeit, beifügen, und zwar ebenfalls dem Munde eines französischen Rabbinen entströmt, nämlich aus einem Colnidre-Vsrtrage des Rabbinen am portugiesischen Tempel zu Paris. Ur. ^strue, „über die Barmherzigkeit", welcher in dem Februarhefte deS Iiien ^Israel aufgenommen ist; und freuen wir uns herzlich, daß unsere ehrwürdigen Collegen in Frankreich das Judenthum und seine reinen, geläuterten Lehren in so würdiger Weise zu verkünden und zur Anerkennung zu bringen verstehen. Barmherzigkeit ist Liebe, ist der Liebe reinster Ursprung und edelster Ausdruck. Und wer wollte den Israeliten, V'WM '22 V^QN^ „barmherzigen Kindern barmherziger Eltern", die Barmherzigkeit, wer in Folge dessen der Religion, dir uns beseelt, auS deren Quell wir den Trieb zum Guten schöpfen, und die aus. unserem Streben ihre Lebensfluthen stets neu be-