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Der israelitische Volkslehrer · 1859-08-01 · Heft 8 (August 1859) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8 (August 1859)
Date
1859-08-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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SSl) R^enfioNes Vuv «nzeigeu. die Laute der todten Sprache schmiegen sich denen der lebendigen in so ferne an, als die Glieder einer Ration, eines sprachverwandten Volkes nur die Laute in die todte Sprache hineintragen, die sie in der lebendigen haben, wesweaen bis heute das Hebräische in vermiedenen Ländern verschieden gelautet und ausgesprochen wurde*). Ueber die einzig richtige Aussprache des Hebräischen gibt es gewiß keine authentische Traditionen, und für uns ist diejenige Aussprache die richtigste und schönste, die unsern durch den deutschen Ausdruck gebildeten Sprachorganen und unserm aus dem Deutschen entwickelten Sprachgefühl am wenigsten Gewalt anthut. — Das Lateinischlesen wird von deutschen Worten gelehrt; welcher Lehrer wird so unsinnig sein, dies als nicht naturgemäß bezeichnen zu wollen? Ist nicht die ganze Pädagogik einem jeden leeren Wortschwall entgegen, unv :st nicht unsre ganze seitherige Hebraisch-Leselehre ein solch leerer Wortschwall, allem gesunden Unterrichte entgegen? Man könnte behaupten, Hecht habe dem Hebräischen Gewalt angethan; das mag wahr sein, da Hecht ein wenig zu viel gegeben hat. Berechtigt uns dies, die aanze Idee über Bord zu werfen, da ja nicht das deutsch schreiben ^nit^ebräischen Lettern, sondern das Erlernen des Hebräischen mit deutschen d. h. bekannten und verständlichen Worten bezweckt werden soll? Noch einmal, wir wünschten von tüchtigen Lehrern das Ganze geprüft, und ihre Aeußerungen über diesen wichtigen Puntt zu vernehmen. — Klingenstein. 47. Schulnachrichten. 1. Aus dem Großherzogthum Hessen. Leserversammlung zu Darmstadt. Unterm 25. Juli e. tagte zu Darmstadt die zweite „ ^.^Generalversammlung israel. Lehrer des Großherzogthums Hessen. Hervorgerufen wurde dieselbe durch die am 8. Juli e. *) Wir können dieser Auseinandersetzung nicht unbedingt beistimmen. SS könnte dieses nur vom Aargon gelten; die verschiedene Aussprache des Hebräischen aber und ihre zwei großen Abzweigungen, mit vorherrschendem ^v-« oder „a-" Laut, steht mk tieferen traditionellen Beziehungen za Babylon und Palästina in Verbindung.— L. S.

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