Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1859)
- Date
- 1859-07-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Schsluachrichten. SB den betreffenden hochwürdigen und hochgeehrten Herren in geziemender Weise hievon Mittheilung zu machen. Nachdem nun noch Einzelnes bezüglich des Lehrervereins geordnet war, wird der Versammlung Herr Lehren Brandeis aus Staden in Oberhessen vorgestellt, der im Namen der Konferenz zu Büdingen erschienen, der hierseitigen Versammlung einige Anträge zu machen hat. Dieselben gehen vornamlich dahin, die Versammlung zu bestimmen, sich mit der jenseitigen zur Durchführung der seiner Zeit in Offenbach gefaßten Beschlüsse zu vereinigen. Die Versammlung erklärt sich hiermit alsbald einverstanden, und wlrd nach kurzer Debatte Herr Stettenheimer delegirt, um im Vereine mit einem Mitgliede der Büdinger Conferenz die Ausführung der Offenbacher Beschlüsse zu Darmstadt persönlich und energisch zu betreiben. Ein Antrag Nathan's wird dahin zum Beschlüsse erhoben: die Versammlung beschließt, ihren Mitgliedern zu empfehlen, sich einander inderSchule zu besuchen, und gegenseitig in der Förderung des Unterrichtes zu unterstützen. Hierauf schreitet die Conferenz zur Besprechung des wissenschaftlichen Themas: das Pentateuchübersetzen in der isr. Schule; Herr Gottschall verliest als Antragsteller ein sehr gelungenes Referat, in welchem er nach einer trefflichen Einleitung, einen Rückblick auf die alte Schule (Cbedarim) werfend, der umsomehr passend erschien, al^ies die erste^ wissenschaftliche Verhandlung unserer Conferenz war, folgende Thesen ausführt: --------- 1) Man beginne den Unterricht in der rechten Zeit und im rechten Alter des Kindes, d. i. etwa mit dem 8. Lebensjahre. 2) Auf den verschiedenen Altersstufen der Schule sollen die geeigneten Stellen des Pentateuch's zur Uebersetzung kommen. 3) Das grammatikalische Pentateuchübersetzen werde erst nach vorhergegangener praktischer Vorbereitung in der hebr. Sprache vorgenommen. Vor der darauf folgenden Debatte wirft sich vor allem die Frage auf: sollen am Unterrichte im Pentateuchüberseken Knaben und Mädchen in gleicher Weise sich betheiligen? Klingenstein bleibt mit seinem Antrage „das Pentateuchübersetzen nur auf Knaben zu beschränken", allein; es wird vielmehr beschlossen: 1) Das Pentateuchübersetzen soll mit Knaben und Mädchen betrieben werden.