Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 11 (November 1860)
- Date
- 1860-11-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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aw Mefor«: de» Gvttttbiettste^ KAU e» ist für einen Mann der Wissenschaftüttb der^ strengen Eon^ sequenz. schwer; recht schwer über dieses Thema zu schreiben, ohne sich zu bkamireu/ ohne sich Blößen zu geben. An dem ganz alten Gottesdienste wird überall gemodelt, formirt und reformirt, bald mehr^ bald weniger. Der Standpunkt des Rabbiners oder wer sonst die Gemeinde M leiten hat, der Standpunkt der Gemeinde selbst, daS Verhältniß der Partheien zu einander, die Größe, die materiellen und geistigen Mittel derselben — das find gewöhnlich die Factoren der Reform, und daß da das Facit ein verschiedenes^ buntes, ist selbstredend und hat seine volle Berechtigung. Ein Maß für diese Reformen gibt's nicht, höchstens ein Minimum und Maximum. Das Minimum wird bestehen in dem Hinwegräumen' alles Unanständigen, Unangemessenen aus dem GMödieuste , in der Sorge für Stille, Ruhe schönen Vortrag und in der Aufnahme vorr solchen Elementen , welche auf Herz und Gemüth zu wirken geeignet sind- Das Maximum wird darin bestehen, haß der ganze Gottesdienst einem Umfchmelzungs- und Umwandlungsprozeß unterworfen wird, der sich ^uf Sprache und Inhalt der Gebete? auf Formen unk Ceremonien> auf die hergebrachten-Borlesungen Kus der Thorah und .den Propheten erstreckt, ohne Haß jedoch dieser Prozeß eine vollständige, radicale .Umge« staltunß sich zum Ziele setzt, ohne daß er die traditionellen Elemente ganz verwischt/ sie vielmehr nur vergeistigt, nicht, aber imdrängt, s? -'Zwischen diesen Heiden GränM, zwischen diesem Minimums und Maximum, lavirt das Schifflein unseres göttesdienstlichen Le^ benS und steuert bgld dem einen^ bald dem andern Ufer zu. Wer nun kommen will und behaupten, so und nicht anders soll es steuern; wer allgemein ^iltige Principien, (Grundlagen, feste Gesichtspunkte aufstellen will, der ist in einer schwierigen, mißlichen Lage. Prineipien drängen zü Konsequenzen; eine Grundlage will unerbittlich auS-- und durchgeführt sein und das geht, wie. die Sache steht, incht. DeS Friedens willen, aus Schonung und Rücksicht auf diejenigen, denen der bisherige Gottesdienst oder einzelne Theile desselben lieb und ein noli me längere geworden stttd^ muß bald da, bald dort eine Csneession gemacht/ eine Ausnahme gestattet, etwas noch ferne? genommen/ keine. Duldung ve^ent; man zieht sich den Borwurf de? Znconsequenz, des Widerspruchs mit seinen Ansichten zu, und am Ende heißt es: «i taeuisses eto. - - - : ' c. ' Ich sagte. Ein Maß für die Reform gab es nicht und wN diese Behauptung > so weit in der Kürze^ thunM vertretend Ma^ «nnte einwendm, das sei das NotHwen^ dige Maaß> daß werde, was