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Der israelitische Volkslehrer · 1860-11-01 · Heft 11 (November 1860) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 11 (November 1860)
Date
1860-11-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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" «j5«^be Vr^ S. M. Zost^7 ZS7 aufgeklärtt Israel zu Danke verbunden Dmn wenn Mendels söhn uns Juden der Neuzeit die Tora zuerst deutsch, d. i: deutlich machte, so hat Jost, abgesehen, daß wir ihm die verdeutschte Mischna mitverdanken, uns den Talmud deutsch, d. i. deutlich gemacht, indem er mit deutscher Gründlichkeit und Klarheit in dessen reichen Geschichtsstoff eindrang, diesen mächtigen, verworrenen und deshalb in feiner großen Bedeutung für Religion, Sitte und Wissenschast deS Alterthums noch lange nicht genug gewürdigten Urwald zu lichten begann, und so Aufklärung forderte, Vorurtheile beseitigte, und durch das Wissen von der jüdischen Religion diese selbst in und außer Israel zu höherem Ansehen bringen half. Das ist das Werk seines Lebens, welches seinen Namen auf die Nachwelt bringt! — Es ist nicht nöthig, bedeutenden Menschen Denksäulen zu errichten — ihre Worte sind ihr Denkmal! -— Soweit redete ich im Namen unserer Gemeinde, als einer uralten Trägerin religiösen Lebens und Wissens in Israel — und in deren Namen spreche ^ch^auch den heiligen Dank auS für die wohlthätige Stiftung einer Waisen- Anstalt und Schule, welche der Verewigte, durch die milden Hände unserer edlen Frauen, dahier gegründet und so den Dank seines Herzens auf die ftommste Weise ausgesprochen für Das, waS edk Annehmer und Freunde an ihm gethan in den Tagen seiner verwaisten Kindheit und Jugend. Seiner Familie, in deren Namen ich gleichfalls hier zu reden beehrt bin, war er stets ein treuer, teilnehmender Fürsorger. Nach dem Tode seiner geliebten Gattin, fand er eine treue Stütze seiner älteren Tage in seiner achtungSwürdigm Schwägerin^ welche ihm, durch einen gebildeten Geist und ein edles Gemüth, den Verlust der Heimgegangenen Lebensgefährtin zu ersetzen bemüht war. Er aber, stets bestrebt/der SeineuMohlzuthun, fiel ihnen nie zur Last. Immer heiter, immer rüstig, die Mo^enstunden aufweckend, war er gern sein eigener Diener und daher ein eben so anspruchsloser Hausgenosse wie harmloser Freund und heiterer Gesellschafter. In feinem Bruder zu Paris, gleich ihm durch Sprachgelehrsamkelt rühmlichst bekannt, besaß und liebte er den einzig überlebenden von eilf Geschwistern; und an einem theuere«

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