Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 11 (November 1860)
- Date
- 1860-11-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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>Sede«kyede - ) h«tr. Weisen zu ermittelnden und klarzulegenden Culturzuständen dazu die unglaublich reiche jüdische Literatur des Mittelalters - daS Alles war zu bewältigen, zu durchforschen, zu ordnen und M der allgemeinen Geschichte, Wissenschast und Cultur in lebendige Wechselverbindung zu bringen! — Welch ein Unternehmen! welch ein Heldenmuth der Forschbegier, an eine solche Arbeit zu gehen? — - Und Er, der Erste, hat es gewagt — hat bei wenigen und oft unzuverlässigen Vorgängern aus der nichtisraelitischen Gelehrtenwelt, seineu Nachfolgern den Weg eröffnet, die Bahn zu weiterem Vorangehen glänzend gezeigt! — Sein großes jüd. Gefchichtswerk in ne^n Bänden — später lieferte er eine GesammLgeschichte der Juden in zwei Bänden, und dann einige kleinere Bände Geschichten der neuesten Zeit — ist ein anstaunens- und bewunderungswürdiges Werk ausdauernden Jugend- und Mannesßeißes, und die Scholien zu den einzelnen Bänden eine unschätzbare Fundgrube fichtenden Forschergeißes und schlichtender Gelehrsamkeit. — Das hat er unter uns, für uns geleistet; dafür find wir ihm alle zu bleibendem Danke verpflichtet. Und y?enn ich es einem verehrten Redner nach mir, dem geschätzten Führer unserer israelitischen Gemeinde-Schule überlasse, seine Verdienste als Lehrer derJugend zu würdigen, so spreche ich hier von ihm als Lehrer der Lehrer in Israel, die fich als seine Schüler wissen. _ AlS wir selbst in unserer Jugend dem Studium oblagen, wo hätten wir auf den deutschen Hochschulen, wo leider bis auf den heutigen Tag die Wissenschaft des JudenthumS so verwaist dasteht und unter den zahllosen Lehrstühlen aller Diseiplinea keinen einzigen Lehrstuhl besitzt — ich frage, wo hätten wir da unsere Religionsgeschichte finden sollen, ohne den Lehrstuhl, welchen der verewigte Denkmcister in seinen Werken aufgeschlagen? Zu seinen Füßen saßen wir, und seine Werke waren uns daS erhebende Denkmal jugendlichen Fleißes, welches Selbstgefühl und Lerubegier freudig weckte. O gewiß — das sage ich hier dankbar im Ramen vieler Lehrer in Israel! — wir haben Alle bei ihm gelernt, auch diejenigm, die fich, auf seinen Schultern stehend, größer dünkten als Er. — Insbesondere aber ist ihm das denkende