Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 8 (August 1860)
- Date
- 1860-08-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Neiner Zu veranlaßt einen nicht ganz indifferenten Beobachter der Zeitsysteme und deren raschen Wechsels, einige Beobachtungen niederzuschreiben und die verehrliche Redaktion dieser Zeitschrist zu ersuchen, dieselbe in ihre Spalten aufnehmen zu wollen^). Ich las gerade das Juliheft des „Volkslehrers" von 1859, als mir von wohlwollender Hand die Zeitschrift „Stimmen der Wahrheit" von diesem Jahre offerirt wurde. Im Ersteren trat mir die kräftige Motivirung einer neuen Bibelausgabe von jüdischer Seite entgegen, um sowohl dem Texte, als auch besonders der Paraphrase nach jüdischen Begriffen Rechnung zu tragen; da, wie es. dort heißt, das bekannte Lame« sicherlich kein Druckfehler ist; während die „Stimmen der Wahrheit"! ihrerseits aus allen Kräften zu argumentiren versuchen, daß das vielbesprochene Lame? ^) nicht absichtlich in Form eines Kreuzes entstellt wurde. (S. 43 ff.) B-i dieser Gelegenheit wird aber noch hinzugefügt, daß, wenn es ja einen Grund gebe, die Misfionsbibel zu verwerfen, so ist es kein anderer, als der, den ein einflußreicher Rabbiner geäußert hat, welcher sagte: „Ich glaube nicht, daß das kamex absichtlich in dieser Gestalt eingeschoben wurde. Aber auch gesetzt, es stände ein Kreuz statt - — dies sind seine eigenen Worte — so glaube ich nicht, daß dies absichtlich geschehen; auch wäre dies kein Grund, die Misstonsbibeln zu verbannen. Ein orthodoxer Jude sollte keine kaufen, weil sie von einer Gesellschaft angeboten werden, welche uns von unserm Glauben abwendig machen will — „das heißt ehrlich und redlich gesprochen!" — Hätte die Ztg. d. Judenth. auS demselben Grunde unsere Bibeln beanstandet, dann könnte man es begreifen." — Daß dieser einflußreiche Jude von orthodoxem Schlage sein muß, erhellet aus den letzten Worten: „Ein orthodoxer Jude sollte keine kaufen, weil sie von einer Gesellschaft angeboten werden, welche unS von unserm Glauben abwendig machen will." Ist dem aber also, warum hat dieser „einslußreicheorthodoxe Rabbiner ja die Missionsbibel gekauft? ,^ *) Der geehrte Verf. wolle den etwas verspätete» Abdruck gütigst ent^ schuldigen. — Red. ^>0^ Peiit. 29. — Die Misfionsbibel hat statt'des law«» ein kleines Kreuz. Red. ' ' »7*