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Der israelitische Volkslehrer · 1860-07-01 · Heft 7 (Juli 1860) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 7 (Juli 1860)
Date
1860-07-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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«mchUa». tM di» gsr^UichLK yherMee mit, nach welchem; e» dieser Einty»g«ng gar Mt tedaxf) wen« bei jenem Eheschlusse die im betreffenden Auslande ^liende» Förmlichkeiten befolgt wurden. Geschah dieß bei dem Aufgebote, ohne haß dasselbe - nach preußischer Seite weiter veröffentlicht wurde, so genügt deffe» Nachträgliche Bescheinigung innerhalb 6 Wochen, wem» nur das Eine de» PraMeuje dem Auslande angehört. Das „Sentralblatt für die Uaterrichtsverwalwng" enthält eine DarlegZ»g, d« allgemeinere Grundsätze, welche gegenwärtig hinsichtlich der Anstellung vor» Juden an öffentlichen Schule» gelten. Ts ergiöt sich daraus, daß aT öffentliche« Volksschulen, an Schullehrer-Seminarien, anGymnaße» nnd Iregymuafie», so wie an den Universitäten zu Königsberg, Sreifswald. Halle und Ponn und an der Akademie zu Münster Juden, überhaupt nicht, «st den Real- und höheren Bürgerschulen aber nur msofern als Lehrer an^ gesteh weÄen dürfen^ als dieselben weder bei ihrer Gründung, noch später, hurch besondere Erklärungen der Stifter einen die Anstellung von Jude» aus» schließenden confessionellen Sharakter erhalten haben, resp. erhalten werde». Demgemäß werden auch nur an Schulen dieser Kategorie Juden zur AbsoK virung des sogenannten pädagogischen Probejahrs zugelassen werde»'dürfen. Hmfichtlich. der Universitäten Berlin, und Breslau, ist. aus den Statuten ei» Hfaderniß gegen hie^ Anstellung von Juden als Lehrer nicht zu entnehme». Organe« der.Schul-Ausficht^ insbesondere - zu Schulräthen, find Juden »jcht geeignet. Von den übrigen Aemtern im Ressort der Unterrichts-Verwalwng und von den Aemtern im Ressprt der Medieiaal-Verwaltung sind Juden als solche schon nach dem Gesetz vom 23. Juli t847 nicht ausgeschlossen Aewe^en. Als bereits mehrere Juden. - . Verüiu,^ö. Julu Ernennung des BaronLAlphons v. Rothschild ^^Tpr^ßMm General-Consul in Paris führt zuerst einen Juden in eine ^arüge preußische Vor einigen Jahren kostete es noch Mühe, haß ein vom Sultan zum türkischen Generalkonsul für Preußen ernaunter Jude das diesseitige Exequatur erhielt. — Viel Aufsehen macht ein jüngst zur Judenfrage erschienenes Werk des Dr. Ka lisch, dem amtliche Aktenstücke zu Gebote standen. Sie find ihm stüher von dem verstorbenen Unterrichtsminister v. Ladenberg übergeben worden. Der Verfasser kommt zu dem Schlüsse, daß mit dem Jahre 1S19 die alte« Univerfitätsftatuten aufgehoben und Bezugnahme» darauf heute gegen die Juden nicht anzuwenden seien. Aus dem Werke ersieht man, daß vor Erlaß des Gesetzes vom 23. Juli lS47 ckK> Facultäts-Profefforen wegen Zulassung der Juden zu akademischen Lehr. tmterA befragt, wurde», und man seltsamer Weise auch nicht einmal die katholische» und evangelischen theologischen Facultäten, die doch gar kein Intneße dabei haben, davon ausnahm. Der Verfasser gibt dann die einzelne» Gutachten der Professoren, worunter sich das von Dahlmann besonders aus- »eich»e^t». A> , ' . VerU«, im ^Zulj. Pie „Pr. Ztg."^ schreibt officiös: Die vor Kurze« . ^e»,v^g Alphonft:he-Aothschild zun, preußische.

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