Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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.tk?'^?^^::^??si^ Beilage zum israelitischen Volkslehrer. 28. Eiut JuSelhochzeit. ' - Kirchheimbolanden (Rheinbayern), nnMärz. Am t4. d. N. wurde dahie? von den Eltern des Berichterstatters, MofeS SSSkind rtnd Therese, geb. Salm, das seltene Fest der goldenen Hochzeit fei er begangen. Das Fest wurde, um nach dem Wunsche des Jubelpaares jedes Aufsehen zu vermeiden, im engsten Kreise der Familie gefeiert. Mit Ausnahme des bereits über ein Viertel Jahrhundert in der israelit. Gemeinde als wackerer Lehrer wirkenden und darum allgemein hochgeschätzten Herrn Sulzbacher, waren daher nur die Kinder und Enkel bei de? eigentlichen Feier anwesend. Dieselben wurden eben so angenehm überrascht wie mächtig ergriffen durch die freie Ansprache, die der Jubilar an sie richtete und die folgendermaßen lautete: »Liebe Kinde? und Enkel! Ihr wisset, warum ich euch auf heute, den l4. Närz l8kv, zu mir eingeladen habe. Es ist der fünfzigste Jahrestag, an welcke mich mit meiner werthen Frau in den Ehestand getreten bin. Und beute And wir noch so einig und friedlich, mit gesundem Geist und Körper, wie in de» früheren Jugendzeiten. Fünfzig Jahre. Kinder? das ist ein lange? Zeitraum »diesem zeitlichen Leben! Unsere heilige Schrift, die für den hebräischen Knecht, der in seinem siebenten Dienstjahre nicht ven seinem Herrn frei in seine Hei- «ach gehen will, anordnet, daß er bis zu dem alle fünfzig Jahre wieder» kehrenden Jubeljahre bleiben müsse, nennt diesen Zeitraum eine Ewigkeit! „Und wie es in jenem Jubeljare heißt (3 M. 25, l0) DNOLD MN. daß jeder heimkehre zu seiner Familie; so habt ihr euch heute bei uns zusammengefunden, um nnsern Jubeltag als ein Jubelfest mit uns zu feiern. »MVt NVNZ? Da fühle ich mich denn nun aber auch verpflichtet, diesen unfern heiligen Freudentag dadurch kräftig zu preisen. ^!OM baß ich de? großen Gunsten und Gnaden Gottes wenigstens einigermaßen gedenke, die uns während unseres langjährigen Ehestandes zu Theil geworden sind. Wohl find wir auch von manchem Sturme schwer detroffen worden, de? unserem Herzen geliebte Kinde? entrissen hat; wir habe« die« jedoch nach dem Vorbilde Aron's (3 M.!0, 3.) «it ruhige? Ergebung hingenommen und haben et als Sühne betrachtet für unsere Sünden. Dagegen weiß ich nicht Worte genug zu finden, um meinen Dank und meine Lobpreibmg fü? die vielen Gnadenerweisuage» Gottes hinlänglich auszuspreche«, für den Segen in meinem Geschäftsbetrieb, fü? die Erhaltung der Gesundheit, für die Enettung aus so vielen gefahrvollen Zeiten, von denen ich nu? einige hervorheben will. .Im März!8,l> find wir in den Ehestand getreten. Und gerade z« diese? Zeit bis lS!S lastete de? franzöfische Krieg am schwersten auf uns. Von da bis lS16 wurde unsere Gegend von fremden Truppen ü5«rschwe«Wt «5