Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die KynaSvg^ ^d a«dert Kequistten. jgz Msicht genommen werden/ well im Heidenthum lind näMenttiH in Rom die Eide m den Tempeln abgenommen wmden^ ja sogat süßte üach der Beschaffenheit des Eides ein besonderer Tempel , gewählt werden, and war es namentlich zum Gesetze, daß die Männer in dem Tempel des Herkules und me Kerkuls schwuren^ während die Frauen im Te:npel des Kastor und me essta? den Eid leisteten. Die Magistrate schwuren im Tempel des Saturn; S. Göschet, S. 44::Solchen Sitten oder Unsitten gegenüber ' wußte der Geliebte des Herrn einen einzigen geweihten Ort, ganz wie e5 dem Monotheismus angemessen ist, als den ausschließlichen Kaum der Wahrheitsbetheuerung für solche Persone^. anerkennen, die es noch nicht so weit gebracht haben, zu erkennen,, daß de? einige Gott Israels lediglich darum diesen einigen Tempel zu seinem Wohnfitze gemacht habe, damit dessen Bekenner es begreifen, ^dieser einige Gott der einige Gott aller auderir Räume ist, und daß außerhalb des Tempels die Vorsehung es ebenso, genau «it der WahrheitSbetheuenmg nimmt, als innerhalb desselben. Räch der Katastrophe, und gewiß auch schon vor derselben,, war die Gottesidee im ganzen Volke schon zur vollständigen .Reife gekommen, so daß auch wirklich die Schaale brechen und die Frucht allgemein fühliund sichtbar werden konnte, daß nicht der Ott, sondern das Wort überall heilig gehalten werden müsse. Wie sehr die Kührer des Volks darauf bedacht waren, diesem einzuschärfen, daß . nicht der Ort, sondern die Person an allen Orten dieHeil^- keit in sich tragen muß, leuchtet aus allen Anordnungen.. L5er Speist c^d Reinigung genügend hervor und charakteristrt sich vollständig in der Einführung, daß das allerwichtigste Glaub^psbekenntniß, „8ekem2", durchaus von keiner etwaigen Situation abhängig gemacht werden dürfe. Der Jude darf keine VorrichtLsgen machenum seinen Körper in eine etwaige Stellung zu bringen, in der es würdiger und angemessener scheint, die Herrschaft Gottes anzuerkennen, vnd sie dann mündlich auszusprechen D'DN NU^v 762p); er darf, wenn er gerade auf dem Wege geht, nicht stehen bleiben, oder wenn er gerade fitzt, nicht erst aufstehen, um daS Sekems;u lesen, damit es nicht , das Ansehen habe,, als walte der Herr nur über ihn lediglich in dem Augenblick der. besonderen Weihe; denn also lehrt es ausdrücklich der '' I?