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Der israelitische Volkslehrer · 1860-04-01 · Heft 4 (April 1860) · page 16

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4 (April 1860)
Date
1860-04-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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,5'tuKÄtt!kS^K 5»N5 M Zierde gereichen mögen. Und so wellen wk bestrebt sein-, theure Aterstadt,wiebtsher>so auch in Zukunft uns Deiner würdigt Zeigen, « ehrbarem Stteben, m wohlthätigem Wirken, in hingebend^ Dämster Vaterlandsliebe! - O gewiß, treuere Söhne, anhänglichere Bürger, die stolzer wären, Frankfürte! iu sein, hast Du Nicht, als diejenigen flnd, weiche i^m^kenntniffe-dieffes Hasses folgen! — Nie wird die dankbare Erinnerung aus dem Geiste vvserer Gemeinde schwinden, daß, wenn Unsere Väter auch viel gelitten in dieser Stadt, doch sie es war, die treffliche, welche unsere Brüder, die überall verfolgten, aus anderen Städten verjagtes*)/ gaßlich aufnahm und ihnen Schutz und Schirm gewährte! Ulld waS die neuere Zeit uns Gutes qethan, und, in ihrem gmembürgerlichen und ächtmenschllchen Streben, zu thun fortführen wird, wir werden eS nie undankbar vergessen. — Für uns iß daher die Straße nicht mehr nothwendig, die noch eine so betrübende Nachbarin unseres Gotteshauses ist. Ihr Bestehen ist eiye düstere Erinnerung , an die Nacht der Vergangenheit; ihr Verschwinden würde eine freundliche Erinnerung hervorrufen an. dm immer Heller werdenden Tag der Gegenwart. O wenn die hohen Wer Mserer Stadt, vereint mit den wackeren Vertretern unserer Bürgerschaft, den „Jubelruf" ihres erhabenen Wortes ertönen ließen, daß vor ihm diese finstere Straße msammenstüneder Jubelruf aller Bürger würde ihnen antworten! — Möchten es doch unsere Augen recht bald schauen, daß da, wo unsere Väter in schauerlichen Wohnungen gelitten und geduldet, aber ein gottzeheiiigteS Familienleben führten jedes Haus eine Stätte war, wo das göttliche Gesetz gelehrt, und Gott in der Noch als die nie versiegende Quelle höherer Lebensfreude gefeiert wurde — daß da freundliche Häuser sich erhüben, um würdigen, wackeren, ehrbaren Familien zur Wohnung;u dienen! Zur Herbeifühmng eines solchen Zieles würden gewiß unsere Gemeindegenossen im Verein mit allen gemeinnützig gesinnten Bürgern freudig beitragen! Wenn bann jene Stätte, wo unsere Väter schlummem, und diese Stätte, w ihre Kinder anbeten, über eine fteundliche Straße hin die Hände sich reichen; wenn der Weg zu diesem Heiligthume, dessen erbebender Erscheinung sich heute die Vaterstadt in ihren Häuptern, u» ihren gastlichen Lehrern, in ihren Verketern mit uns freut, *>E» war namentlich in der schwersten Zeit der Verfolgung, am Ende M!5 Jahrhunderts, als Spanien jenes ttaurige Beispiel der-Judenverfolgab. das fich an. ihm selber am meisten bestraft und unter anderen hie HM Nürnberg dieses Beispiel gleichfalls zu ihrem eignen Schätzen yachba? Franffurt einen großen. Theil der Verjagten mitleidig aufnahm, dürfen mit dankbarem Aufblick zu Gott sagen — zu unserem Besten. M mcht zu» Schaden unserer thennm. Vaterstadt! . . :

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