Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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5m<?7llt/Da» Fest ier Sentkienckg.^ ZSZ waren ke geknechtet in Aegypten; vierzig Jähre erlittm sie' Ungemachin der Wüste; ein Jahrtausend erlitten sie, mit weniz Unters brechnng, Anfechtung von den Völkern, die sie umgaben, und dr'itthald Tausend Jahre erduldeten sie, mit wenig Ruhepunkten/ Verfolgung, Hohn und Spott, Verkennung und Verachtung unter den Völkern, in deren Mitte sie zerstreuet lebten! —^ . -12NMV^ ''v „Wer würde einer solchen Künde Glauben beimessen", wenn ihzruicht der Augeuschein überzeugte, daß ein Volk so viel Leiden ertragen könne, fortbestehend und immer aufs Neue sich aufrichtend l Synagoge — »Letk-Kskkenesetl!" — Haus der Sammlung — du Zufluchtsort unserer draußen Verfolgten — Du weißt, Wen Du hier versammelt hast — Leidensgenossen Cchmenensbrüder — geweihete GlaubenShelden! — Denn ins Heiligthum auch drang der Feind, und wie schwere Verbrecher rissen sie unsere Väter vom Altare zum Tode hin! Und in manchen Synagogen schlössen die Todgehetzten sich selber ein, Männer, Frauen und Kinder, und chürmten die Stände übereinander, an denen sie m beten gewohnt waren, und zündeten sie selber an und brachten sich selbst als Ganzopfer dar, um nicht Hyänen, die Gott predigten, als Beute zu fallen, und ihre Kinder sich gewaltsam entrissen;u sehen! — O wir rufen nicht mehr : „Erde, bedecke nicht ihr Blut!" — nein! nein! —Die Liebe und Treue unserer nichtisraelitischen Brüder hat gesühnt und wird sühnen mehr und mehr, was ihre Väter an uns verbrochen, wir aber dürfen, um der Befestigung in der Religion willen, nicht vergessen, was unsere Väter gelitten für ihren Glauben, der noch der unsere! Auch unsere liebe Vaterstadt war Jahrhunderte hindurch der Schauplatz der Verwüstung und Zerstörung, welche Menschenhände angerichttt in verzweifelten Menschenher;en. Die^Geisselbrüder drangen von außen herein mit der Brandfackel des Hasses gegen unsere Väter, und diese, damals noch nicht matt geknechtet, zogen Schwert gegen Schwert, und Blut von Freund' und Feind röthete die Straßen der entsetzten Stadt. Dann wurden sie hier aus Jahrhunderte lang inne gehabten Sitzen vertrieben — Gotteshaus und elterliches Grabmal, diese beiden theuersten Stätten KS frommen Menschen, verlassend, um in einem vierhundertjährigen Kerker, der dem ägyptischen nichts nachgab,-cingeschlossen, von einer aufrührerischen Meute daraus vertrieben und von der Gnade wieder M denselben eingesperrt zu werden. — O du benachbarte, jetzt herabgewürdigte Straße, du warst ehedem geheiiiat durch die Leiden von 4000 Seelen, die aus dir ,u Gott schneen! — ^Israeliten Frankfurts! rolltet Ihr je vergessen, was Eure Väter