Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3 (März 1860)
- Date
- 1860-03-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Äebetz btt ÄLbeklBa«. anstäik^!relcheÄpfer^ darzubMgen cmfgerüfen' und es'daruß ber zu fragen vergessen würde: Sollen die sämmtlichen vs?- ß handenen besseren Bibelübersetzungen gleichmäßig stereoty. n pirt und soll somit nach wie vor Jedem die Freiheit gewahrt!^ werden/die eine oder andere um denselben billigen Preis! änzuschaffen, oder soll wenigstens — wie in diesen Blätter S. 2tt> des vor. Jahrg. vorgeschlagen — die BibelanstalL eme! Übersetzung liefern, die das Gediegendste aus allen vor- händenen Uebersetzungen bietet und zu diesem BeHufe derPruf fung einer sachkundigen Kommission unterliege:! müßte? Hinl rerher gewährt man "weder Dies noch Jenes, sondern schlagt! Jedem das fait ÄeeömpIi ins Gesicht und stellt das aus dem Goltz des Vo das von jenem selbst verlangte Werk seines Hohenpriesters zur Anerkennung hin. — — Wir gönnen wahrlich Jedem den glücklichsten Erfolz feiner Spekulationen, hier aber handelt es sich um Israels Deiligthuur! nicht, von welch' unerm^licher Tragweite eine Bibelübersetzung für Religion und ___Jndenchum sei, zumal in der Gegenwart und Zukunft, wo das Verständniß des hebräischen Urtextes immer Wenigeren zugänz- Uch ist^ Wßt^^ch nicht, wie oft von der Übertragung einer einzigen Melle, eines einzigen Wortes der Glaube gefährde^ die. heilige Lehre untergraben, die Gesetzesübung alterirt werren kaün? Und ihr wollt es auf euer Gewissen nehmen, die Bibelübersetzung eines Einzelnen ohne Weiteres für Jung und Alt in ganz Israel als vollgiltige Autorität hinzustellen? Und das thüet ihr, indem ihr zu den Sammlungen für die fogeüannte Bibelanstalt schweigt oder gar sie veranlaßt, und so die Philippsonsche Uebersetzung als die wohlfeilste, jede andere verdringende und durch euer Mitwirken oder Schweigen als vom Volk und seinen Lehrern sanctionirte erscheinen macht? Oder habt ihr euch etwa bereits überzeugt, daß dieselbe den Uebersetzungen von Mendelsohn, Salomon, Zunz, Herzheimer u. A. in jedex Hinsicht überall vorzuziehen sei und von etwa künftigen nicht übertroffen werden könne? Es ist in der That merkwürdig, das Jndenthum hat sich die freie Forschung der Bibel nicht einmal durch eine unter Ler Autorität der Propheten abgefaßten chaldäischen Uebersekung beschränken lassen, und nun soll es an eine allgemeine Volks- und Autoritätsbibel Eines Mannes gebunden, auf Generationen hinaus in die Fesseln Phll^ps0!lDer Auffassungsweise geschlagen werden! -;t ij-,) ' - .. .