Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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So«sirmatio«shandl«vg. ist vorüber, die Werkwochen des Lebens, vom zwanzigsten bis zum sechzigsten Jahre^ nehmen ihren Anfang. Aufs heiße Feld des Lebens müsset ihr hinaus, TN'Xj) NN VNI^I, daß ihr schneidet seine Erndte, nährende Frucht oder Dornen und Disteln, je nachdem ihr's besäet und gepflegt. — Und auch der junge Mann zählet und zählet und sehnet sich nach dem eigenen Heerde, nach einer theueren Lebensgefährtin, die Gott ihm finden helfe. So vergeht eine zweite Iahrwoche, wie dort bei unserem Vater Jakob,*) V'-W V'Y'H, wie einzelne Tage; die erste Doppelwoche des felbstständigen Lebens ist dahin; die Jugend ist fort, der Mann tritt auf; der Gatte tritt in die Reihe der Kämpfer für Haus und Gut, und, wenn's ein edler Mann ist. für die höheren Güter des Lebens, die er als Bürger und Religionsgenosse für eine theuere Familie und durch diese für die Menschheit schirmen hilft. Und schon wieder wird gezählt und gezählt, und die Herzen liebender Ehegatten sehnen sich, in hellen Kinderaugen sich zu spiegeln, in reinen Kinderherzen sich erneuert ---zugehen. Und jetzt, m. Freund, und nun, m. Freundin, lebt ihr in eueren Kindern euch noch einmal; die Kindheit, einst unbewußt durchschritten, jetzt durchschreitet ihr sie mit Bewußtsein. Und jetzt erfahret ihr, was es heißt, Kinder in Müh' und Sorgen hegen; jetzt erfahret ihr, was die Eltern einst um euch gelitten; und wenn ihr so glücklich seid, noch Vater und Mutter zu haben, auf den Händen möchtet ihr sie tragen, damit ihr Fuß an keinen Stein sich wund stoße. Und wieder werdet ihr Kind, und Knab' und Mädchen werdet ihr wieder; ihr lernet wieder spielen, und hinter euch lispelt oft ein altes Mütterlein: „geradeso hast du als Kind mich angesehen," und freudig ruft ihr dazwischen aus: Gott ist gut! und das Kind spricht lallend nach: Gott ist M — P NNO^ V'^V'SV durch der Lallenden und Säuglinge Mund begründest du deine Macht, o Gott, die Macht der Liebe und Güte auf Erden. (Ps. S,3.) - Und nun zählst und zahlst du wieder: ..wann wird mein Sind mit mir durch die Felder schreiten?" Mit Einem Male *)!. B. M. 29, 20.