Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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jzg Die Zahnvochea des Lebens. vom Priester mit 'einer Schwingung dem Herrn geweiht. Dieses ,0mer* wurde, nach einer geschichtlichen Mitteilung des Talmud», *) dreizehn Mal gesiebt; der gewonnene feine, klare Auszug ward gewürdigt zum Opfer für den Geber alles Guten, und dann erst ward dem Eigenthümer die neue Frucht seines Feldes zum Genüsse gestattet. Wie viele und schöne Beziehungen liegen hier zu unserem heutigen Feste! Was die Kinder in den jüngsten dreizehn Jahren ihres Lebens Geistiges in sich aufgenommen, das klärt im Confirmandenjahre sich ab, und namentlich sind die religiösen Gefühle der Auszug des Besten unv Edelsten in .?er herangereiften Kinderseele, sie sind das „Omer-, was der Lehrer mit Erhebung dem Himmel weiht; e^Nl VAvH " 'L^-DM und er schwinge das Ower vor dem Ewigen, nach Euerem Auftrag,**) ihr Väter und Mütter, die ihr ihm die Kinder anvertrauet, und ihr genießet die erste Frucht von dem Felde euerer elterlichen Mühen. — Und nun treten die Kinder in eine wichtige Jahrwoche ein. das ist die Jugend. Und wie die erste Woche, die wir zählen von Pesach an, eine Festwoche ist, so ist die Jugend die Festzeit 'des Lebens, eine heilige Zeit. O daß während dieser ersten Jahrwoche das Herz ftei bleibe von der gährenden Leidenschaft, welche so oft zerstörend und vernichtend auf's Leben einwirkt, daß sie weit über die Jugend^knaus den Lebensgenuß verkümmert! Heil dem Jünglinge, der die neuen sechs Schuljahre, die er durchzumachen hat, und alle die Prüfungen, welche daS Leben ihm. in der Lehr- und Dienzeit, auferlegt, wohlbesteht! „Er wächst wie eine Palme gerade auf, wie die Zeder im Libanon steigt er empor." — Und der Jüngling zählt und zählt und sehnet sich nach den Jahren der Selbstständigkeit, bis er mit Gott in die zweite Jahrwoche des jugendlichen Alters eintrete. Denn^ die Zngend wie die Kindheit, in gleich schönem Ebenmaße, zerfällt in zwei an Ernst und Bedeutung zunehmende Jahreswochen: dort wird daS Kind zum Knaben, hier der Jüngling zum jungen Manne. So geht die erste Jahrwoche dahin; die Festznt «) ZU«llAe^td 7«, S. - »») 3 B. St. 22, l!.