Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Iahrwochen des LebeuS. Andächtige Zuhörer! Geliebte Bater und Mutter! Geehrte Freunde der Jugend? ES ist ein ganz besonderer Reiz, der dieses religiöse Jugendfest umgibt, daß wir alljährlich mit neu erregtem Sinn und ftifchem Muthe zu seiner Feier kommen, als sei es das erste Mal, daß wir israelitische Söhne und Töchter in die Gemeinde einführen. Wie es bei der häuslichen Andacht jenes Festes beißt, welches wir vor sieben mal sieben Tagen gefeiert: ^Jedermann betrachte sich selbst, als sei er mit aus Aegypten gezogen," so daß die Gemeinde Israel alljährlich am Pesachfeste in die Zeit ihrer Kindheit und Jugend zurückkehret: ebenso, geliebte Fr. und Zuh., kehren wir an diesem herrlichen Feste alljährlich in die eigene Kindes-und Jugendzeit zurück; es ist uns, als säßen wir selbst an der Stelle dieser lieben Kinder hier, als würde unser eigenes Herz neu geweiht, nvin NNZT alS eine neue Gabe dem Ewigen. Und nie der Mensch das vorzüglichste Geschöpf und die heiligste Gabe ist. welche die Erde' ihrem Schöpfer weiht -: - so ist der Menschenfrühling, die Jugend, das Schönste und Lieblichste, was Gottes blühende Welt hervorbringt; unv so wehet uns alljährlich aus diesem Jugendfeste ein frischer, belebender Gotteshauch an, der auch das Alter verjüngt, wie jener greise Vater sagte: 5.N*M N'?Zder Duft meines Sohnes ist wie der Duft eines Feldes, das Gott gesegnet! (1B. M. 27.27.) So möge eS mir denn heute gegönnt sein, anreihend an die Feste des Ewigen, die wir im Frühjahre begehen, und au daS schöne Jugendfest, das wir jetzt feiern vor Gott, euch ein Bild des menschlichen Lebens und Schicksals zur frommen Beschauung vorzuführen'. Die Jahrwochen des Lebens «enne ich meine heutige Festbetrachtung, womit ich unsere feier- Uche Handlung einleiten und zeigen will, wie daS menschliche