Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1851)
- Date
- 1851-05-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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tt4 Das Lebensfest oder der erste Sabbach. „merket Such diesen Tag! So oft er wiederkehrt, feiert ihn im Andenken des Glückes, das euch an ihm aufgeblüht; Feiert ihn als einen Tag der Liebe, als einen Tag dankbarer Erinnerung, als einen Tag der Erneuerung all jener beglückenden Vorsätze, die heute in eurer Seele auftauchen, dann werdet ihr glücklich und ich belohnt sein!" — . Nun, ihr lieben Kinder, wer weiß recht klar und klug auszulegen, was diese Geschichte bedeutet? Hört, ich will es euch sagen? Der gütige Herr, dieß ist Niemand anders als der liebe Gott selbst; seine Knechte, das sind die von ihm bestellten Naturkräfte; das große Fest ist das Leben, das Haus ist die Welt. Erst ward 'es in dem Hause Licht; dann scheuerten die Knechte daS Haus, das ist die Zurücktretung des Meeres, damit die Erde sichtbar würde. Dann bestellten sie den Boden mit Blumen und Bäumen jeglicher Art, das ist die Hervortretung der herrlichen Pflanzenwelt. Hierauf ward der hohe Himmelssaal mit der blauen Decke und mit den strahlenden Lichtern geschmückt. Jetzt traten die Gäste ein! Zuerst die stillen — die Fische; dann die muntern — die Vögel; endlich die ernsten — die Thiede des Landes. Dann erschien der Sohn des Hauses — der Mensch. Niemand konnte ihm sagen, wer ihm so herrlichen Empfang bereitet; aber eine Stimme im Innern sagte ihm: „Das hat dein himmlischer Vater gethan, Gott!" — Und dieses Glück zu vollenden, führte der Himmelsvater dem aus dem Schlummer erwachenden Erdensohne die beglückende Teilnehmerin seines Lebensfestes zu. Da feierten die ersten Menschen den ersten Sabbath als einen Tag der Liebe, als einen Tag des innigsten Dankes gegen den allgütigen Gott! Und daS bleibt sein Segen, das ist die unvergängliche Weihe des allwöchenlichen Feiertages, daß an ihm die Menschen sich erinnern, was sie Gott Alles schuldig sind für die unendlich vielen und herrlichen Gaben, womit er ihnen das Lebens fest so überraschend schön geschmückt hat. —