Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 4 (April 1851)
- Date
- 1851-04-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Boy der «uferstehuug. sich und für die Menschheit, die Hoffnung auf Erneuerung und Verjüngung auf dieser Erde in der verheißenen Zukunft "M^> Diese beiden Begriffe nun werden im Talmud und in den späteren religiösen Schriften Vielfältig verwechselt, und ist dadurch eine sehr große Sprachverwirrung entstanden. Hier wird erwähnt Mam dadda^kMftigeWett^ bald die Unsterblichkeit der Seele, bald die messiam'sche Zeit verstanden; dort wird erwähnt „ leatlüS lado« (verheißene Zukunft), und wieder bald die Fortdauer des Geistes, bald das Gottesreich auf Erden gemeint. Zwischen beiden taucht dann ein dritter Namen auf: ^sMatK Kametkim« (Belebung der Todten). Dieser Ausdruck, nichtbuchstäblich, sondern geistig gefaßt und erfaßt, drückt Beides aus, ist eine vermittelnde Bezeichnung für beide Hoffnungen, dem Einzelnen und der Gesammtheit verheißen. Seine Bedeutung ist: Erneuerung, Verjüngung, Erhobenwerdeu zu neuem geistigen Dasein, für den Geist des Einzelnen durch Vervollkommnung und Fortschreiten zu einer höheren Welt, für den gesammten Menschengeist durch Vervollkommnung und Fortschreiten zu höherer Stufe auf Erden. So fassen wir die Lehre von der Auferstehung. Und wennschon die Talmudisten sagen: 7M ^Fv l^m' N'NNN V'NO die Tod te nV^ e!ch e Ezechiel belebte, in der Thatldas ist nur einGleichniß gewesen (Savdeänn 92,2): so ist auch uns die Berechtigung gegeben, eine Lehre, von welcher sonst in der Schrift so wenig verlautet, geistig aufzufassen und vernunftgemäß auszulegen. Das wollen wir heute versuchen. — Von jenen beiden Hoffnungen-aber, deren wir Erwähnung gethan, tritt uns die erste aus den Worten unseres Propheten mittelbar, die zweite unmittelbar entgegen. Zur Erörterung beider will ich zuerst eine Grundlage im Geiste befestigen. Betrachten wir nämlich die Erde mit allen Gebilden in und auf ihr, so tritt uns Dreifaches entgegen: 1) Ungegliedertes (Unorganisches, als Steine, Metalle, Salze u. dgl.), 2) Gegliedertes (Organisches, Pflanzen und Thiere), 3) Geistiges (im Menschen.) — Denken wir uns