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Der israelitische Volkslehrer · 1851-04-01 · Heft 4 (April 1851) · page 5

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 4 (April 1851)
Date
1851-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Die drei Worte. Herz hat M die Schmerzen Mld^ Kämpfe der Gesammcheit, der ißt fein Brod jetzt mit bitteren Kräutern, und er fühlt es ün teilnehmenden Herzen, daß die Zeit Hingebung, Aufopferung verlange, daß, wenn unsere heilige Religion, verschont in den Stürmen der Vergangenheit, auch die Kämpfe der Gegenwart glücklich überdauern soll, dieses nur durch eine hingebende Gesinnung ihrer Angehörigen von beiden Seiten geschehen könne; indem die Freunde der Reform diese auch unterstützen, am religiösen Leben, das nirgends mehr als in unserer Gemeinde traurig kränkelt und hinsiecht, sich betheiligen, und die Anhänger des Alten wenigstens ihre Kinder nicht dem zu erneuernden Judenthume und dadurch allem Judenthume selbst entfremden! Nicht Ruhe, nicht Abschließung vom Ganzen, sondern Thätigkeit, Hingebung an das Ganze verlangt die Zeit, selbst wenn es mit Aufopferung unserer Bequemlichkeit verbunden ist; und sie verlangt dieses nicht blos von den Volkslehrern, sondern auch von dm Gemeindni. Wenn ihr euch in Israel umsehet, so werdet ihr finden, daß diejenigen Rabbinen, die sich um die Kämpfe der Zeit nichts kümmern, die das Judenthum sich selbst überlassen, den Gottesdienst in schreiender Verwahrlosung bloßstellen , das Herkommen und die eingewurzelte Gewohnheit, auch wenn sie die Religion der Gegenwart noch so sehr verunstalten, mit ihrer Huldigung krönen, daß sie es sind, die Ruhe haben und ihr Fleisch und Brod ohne bittere Kräuter verzehren. Wir Anderen aber, denen die Kämpfe der Zeit so nahe gehen, die wir das Judenthum und seinen Gottesdienst aus seiner Verwahrlosung retten und durch Läuterung erhalten wollen, unser ist die Unruhe, wir werden verfolgt von blinden Eiferern der Nacht, weil wir sie aus dem Schlafe aufstören, und von verblendeten Eiferern deS Tages, weil wir nicht das ganze Judenthum über Bord werfen. Wollten wir deßhaib mit Jenen tauschen? nimmermehr! Wer in dieser Zeit seine Pflicht thun will, der darf sich keiner trägen Ruhe hlngebFn. Da heißt es, wie bei jenem ersten Pesachopfer: VNin VI'ZNV euere Lenden gegürtet! stets fertig zum Aufbruch; 02^212 eure Schuhe an den Füßen!?!z,5U'^stZN5>5

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