Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 3 (März 1851)
- Date
- 1851-03-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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der Derfchommss deines großen Schicksals alljährlich an diesem Feste dein Dasein, o Israel, und Jedem von uns sei es, ll^VV 82' ^2 als sei er selbst ans Aegypten befreit worden! — Und wie der Familienvater am Verschonungsfeste sich freuet feiner Kinder, die ihm der Herr erhalten, die er aber auch weihen soll dem Herrn, so weihe das gerettete Israel seine Kinder, die Träger seines Namens, dem Dienste Gottes, daß diese einst nicht mit dem gottentfremdeten Kinde H^i), das von der Gesammtheit Israels sich losgesagt ^WP Ntt tt'NTl), uns zurufen mögen: VZ^ NdN?'7N'2LN Ny was soll euch noch dieser Dienst? Was sollen euch noch besondere Feste? Was soll euch noch ein besonderer Gottesdienst? Was soll euch noch das ganze besondere Judenthum? O das in der That wäre eine schlechte Botschaft der Neuzeit (NjN wenn unsere Kinder also zu uns sprächen; wenn unsere Jugend ihren Beruf verkennet?, daß gerade durch sie das verjüngte und geläuterte Judenthum in das verheißene Land einer schöneren Zukunft getragen werde! Darum erzählet, ihr Väter, am Verschonungsfeste eueren Kindern, erzählet ihnen von den Leiden, erzählet ihnen von den Rettungen der Vorzeit'. Führet sie im Geiste an diesem Feste mit dem Propheten Ezechiel (37) auf die Gefilde, wo die Gebeine der für die Einheit Gottes verfolgten und geopferten Väter ruhen, daß der Geist Gottes in sie selbst komme, wenn ihr ihnen saget: „so gewiß dieser schrecklichen Leidenszeit eine Zeit der Freude und der Freiheit folgen muß für den einzelnen Israeliten, eben so gewiß muß ihr eine Zeit der Auferstehung nnd Erneuerung folgen für die israelitische Glaubensgesammtheit!" Das aber, was wir für die Erhaltung und Verjüngung unserer Lehre thun wollen — so redet weiter zu eueren Kindern am Feste — das geschieht nicht für uns, daß müsset ihr nicht ein Besonderes, Abschließendes nennen; NO2 N2f'H es ist ein Verschonungsopfer, geweihet dem Ewigen, dem einzigen Gotte der g e sa m m t e n Menschheit! Und diesen unseren heiligen Glauben zum Heile der Völker zu *) Bgl. F»»mt, Lxvä. 208.