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Der israelitische Volkslehrer · 1851-03-01 · Heft 3 (März 1851) · page 15

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 3 (März 1851)
Date
1851-03-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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der Verschattung. «3 chun übrigt, wozu das heutige Fest die israelitische Gesammtheit verpflichtet, und das lenke den Blick der Glaubensgemeinde heute in ernster Schlußbetrachtung 2. auf die Zukunft. — Denn sowie daS Unglück in das Herz jedes Einzelnen sich ein unvergängliches Denkmal setze, welches ihm, wie einst dem heimkehrenden Jakob, zum mahnenden Opferaltare werde in den Tagen des Glückes, daß er spreche: - NN) „Was ich dem Herrn gelobt, will ich bezahlen. Im Beisein seines ganzen Volk's« — so soll auch die israelitische Gesammtheit des Unglücks nicht vergessen und die Mahnung der Vergangenheit vernehmen: „was die Väter unter ägyptischem Drucke aufrecht erhalten und treu bewahrt haben, das bewahret, ihr Söhne einer besseren Gegenwart, und traget es stark und treu bis in die späteste Zukunft". Wie oft warnet daher der große Lehrer sein wankelmütiges Volk: N"N '2 und du sollst eingedenk bleiben, daß du ein Knecht warst! Und wie nothwendig ist es, daß am Verschonuugsfeste auch der jetzige Lehrer dem vergeßlichen Israel zurufe: „Gedenke auf deinem Wege zu ei^ ner helleren Zukunft dessen, was du gelitten hast in der stürmischen Vergangenheit! gedenke, wie du abgeschlossen warst in jenen finsteren Gassen, wo ewige Nacht waltete, ewiger Winter die Herzen zusammenpreßte, kein erlösender Frühlingsstrahl eindrang, und die schwarzen Giebelhäupter sich so schauerliche Dinge ins Ohr sagten! Gedenke, wie du ausgeschlossen warst vom Frühlingsfeste, welches die Natur von Jahr zu Jahr allen ihren Kindern bereitet, sogar der Gang ins Freie dir verkümmeN war, und die keimende Pflanze und das sprießende Saatfeld, die jedes Herz froh erheben, dich nur an die „bitteren Kräuter" erinnerten, welche die Zuspeise deines „gedrückten Brodes^ waren! Gedenke, wie du den geknechteten Leib verzollen mußtest, gleich einer ftemden Waare, und die Ehre, die einst Gott dir gab, Jsraelite zu sein, zum Schandfleck auf dein Kleid geheftet wurde! Da standen die Väter mit gebeugtem und doch in Gott

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