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Der israelitische Volkslehrer · 1851-02-01 · Heft 2 (Februar 1851) · page 22

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 2 (Februar 1851)
Date
1851-02-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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8. Gottesdienstliches. Sie Vottesdienstordnung in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a M. . . (Fortsetzung.) - - .. I. ^/'^ " ' . Wir beginnen mit den Vorabendett der Sabbath- und Festtage N2V^ Es ist eine so schöne, für Religion, Familienleben und Sittlichkeit gleich förderliche Einrichtung, die Feiertage durch einen weihevollen, das Gemüth mit den Vorahnungen des heiligen Tages süß und wohlthuend erfüllenden Borabend einzuleiten, daß gewiß auch der feierliche Vorabendgottesdienst die Beachtung des Synagogenfreundes in vollem Maße verdient. Doch ist bei der Kürze dieses Gottesdienstes, und bei dem bedauerlich geringen Besuche, dessen sich derselbe in größeren, namentlich Handelsstädten zu erfreuen hat, der Reform hier weniger Gelegenheit geboten. Am Freitagabende schienen uns aber acht einleitende Psalmen (95—99. 29. 92. 93.), so trefflichen Inhaltes diese immer sein mögen, doch zu viel, um sämmtlich in gehöriger Ordnung vorgetragen zu werden. Die fünf ersten Psalmen fielen daher weg. Nach dem ,5lineda« — bei welchem (s. Protok. d. 2. Rabb. vers. S. tv6.) immer die drei ersten nnd drei letzten Segenssprüche vom Vorbeter laut, die mittleren von der Gemeinde in stiller Andacht gebetet werden — wird Ps. 29. (iin? rezitirt, bei feierlicheren Gelegenheiten nach Sulzer's genialer Compofition im „Selür Aion" gesungen; dann folgt, an der Stelle des „I^eeka voäi" ein deutsches Einleitungsgebet, bei feierlicheren Gelegenheiten eine deutsche Cantate; hierauf Ps. 92. 93. (NZVN W'7 l'p iDsv) rezitirt, Vers um Vers, Vorbeter und Gemeinde abwechselnd; ^) hier schließt sich die Ordnung an das Bestehende an. Neu eingeführt dagegen haben wir für die Borabende der Festtage, an welchen alle ^?iut!m^ wegfallen, die Rezktirung eines Festpsalms, wie solches auch bei den »Portugiesen" geschieht. Folgende Psalmen wurden ausge- Die Güte unseres Chordirigenten, Herrn Hecht, wird uns in den Stand setzen, einige Rezitative, die zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Belebung des Gottesdienstes durch Mitbetheiligung der Gemeinde namentlich beitragen, und auch in kleineren Gemeinden leicht ausführbar?ud, m einem der nachfolgenden Hefte in Notenschrist mitzutheilen.

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