Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeiche« Hegenwart. guter Katholik thun daS Gegentheil, und tadeln Die, welche in, Geiste Ihrer Kirche reden und handeln! Sie selbst wagen es, iq die Welt hinaus zu rufin: i . : . j?oar ms part, Is 6is «ans äötoar, /ai ^O^^^ cke ^<v?- Äockoa^s, g^i N6 tient a^etc7» eom^^s cks ^siioe, cks 5a t)67-i^ </6 / ^^T/zanüe et cie ^/icmneu?', et He me wisse repetsk. ves fortes et reeentes paroles 6 es I'Lve^us 6e ia /Soekei/e' „^Ve se- ^ait-ee ttn^ öon/zs e/iose, gue cie /al>6 71/^6^5 ea^o^ iigtt^« ^7» cou^s s^»' ie« ve^us cis ^'o^ci^e na^e/, ^u?» ie T'esxe^t t/i! ^oe/ttZin, /a koz/a^s /neme e^veT-s ses a^vei'saires, 5ttf i'sspf'it ct'/^i/e c/e eüai'He*)? Herr Graf, hat das wirklich ein römisch-katholischer Bischof gelehrt? Und Sie wiederholen diese abscheuliche Bergpredigt noch, Ihrem Veuillot und den andern frommen Vätern Jesu gegenüber! Ihr Bischof und Sie sind auf den schlechten Standpunkt der allgemeinen Menschenrechte, des miserablen Rationalismus zurück, und von der Mutter Kirche, abgefallen. Denn diese hat jenen gemeinen Standpunkt längst überwunden und tritt ihn mit Füßen! Sie steht auf dem höheren; daß man nicht Jedem, ,.B.nicht dem Juden gegenüber, nicht in Sachen höherer Religionsverpflichtung, jene gemein-rationalistischen Vorschriften des Rechts und der untergeordneten Verpflichtung, Ihren ^e^c^cmr le xroekain^ zu beobachten habe. Sie und Ihr Bischof reden von der Achtung vor dem Nächsten; gut; Allein wer ist mein Nächster? He? Lassen Sie sich doch nicht von einem Manne in dieser Hinsicht deschämen, der sonst in Ihren Augm, als Ketzer wenig zu bedeuten hat! Der weltberühmte ve. Th. Claus Harms, weiland Pastor in Kiel und strenggläubiger Theolog, mag Ihnen darin eine Zurechtweisung geben. Auch er redet in seiner Epistel an die Christen in Dithmarsen und Eiderstädt im Jahre 1819, zur Zeit der deutschen glorreichen Judenverfolgung, im Eiderstädtischen Boten, wie folgt: „Gewiß, du sollst deinen Nächsten lieben; allein wer ist mein Nächster? ,.Der ist mein Nächster, der mit mir zu Eine, Kirche gehört; gemeinschaftlich mit mir zum Tische des Herra geht" (aus dem Dittm. und Eiderst. Boten besonders abge- *) „Was mich betrifft, so sage ich es ohne Rückhalt, ich entsetze vn'ch vor einer Orthodorie. welche der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Menschlichkeit und der Ehre keine Rechnung trägt, und nehme ich keinen Anstand, jene starken und ledhaften Worte des Bischofs von St. Rochelle zu wiederholen: „Möchte e» nickt gui gethan sein, vielen Katholiken über die Tugenden, welche die Ordnung der Natur verlangt, über die Achtung, welche man dem Nächsten schuldet, über die Redlichkeit auch gegen seine Feinde, über den Geist der Billigkeit und der Liebe einen LehrcursuS zu halten?" — L. S. . 2