Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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s veffeutkche Stimme in Rußlanb^zu Gnnsten der Juden. immer mehr Stimmen zu Gunsten der unik.r der vorigen Mgittttng hart bedrängten und unmenschlich verfolgten Juden läut^ Freilich ist die Stimme des Hasses und der doshaften VttlSumdukg noch nicht verstummt, sie läßt sich vielmehr hie und da auf eine fo grelle und widerliche Weise vernehmen, wie Man eS in civilisirteren Ländern nicht mehr gewöhnt ist. Allem dies kommt eben daher, daß einerseits Humanität und Bildung in-jenem weiten Reiche erst anfangen sich Bahn zu brechen vkd selbst in den höheren Schichten der Gesellschaft noch mit Barbarei und Rohheit zu kämpfen haben, andererseits aber auch nicht gelängnet werden darf, daß die russischen Juden selbst hinsichtlich ihres bürgerlichen und socialen Lebens ihren Glaubensbrudern im westlichen Europa um mehr als eine Generation nachstehen. Hoffen wir, daß es der milden Regierung deS Kaisers Alexander gelingen werde, sie aus ihrer Versunkenheit zu erHeven, wodurch sie dann auch die Achtung und die Liebe ihre? Mitbürger in immer höherem Grade sich erwerben werden. Bor der Hand wollen wir von der Thatsache Akt nehmen, daß gegenwärtig schon die angesehensten und einflußreichsten Organe der russischen Presse auf nachdrückliche Weise Partei für die Juden nehmen, mit Achtung und Woblwollen sich über dieselben aussprechen und ungerechte Angriffe mit aller Entschiedenheit zurückweisen. DaS russische Blatt Mugtrana" hatte neulich einige sehr heftige Angriffe auf die Juden gebracht, die eine lebhafte Polemik veränlaßten. Jetzt erlassen in der russischen „Mademie- Zeitung" zwölf bedeutende Schriftsteller gegen solches Verfahren einen „literarischen Protest", an dessen Schluß es heißt: „Aehnliche Ausfälle bleiben in Ländern, wo die große Masse des lesenden Publikums den Takt besitzt, welcher es in den Stand setzt, die niedrigen Beweggründe unter der Maske der guten Absicht zu erkennen, und wo eine schon befestigte öffentliche Meinung die Leute, welche sich solche Verläumdungen erlauben, mit der ganzen Schwere der verdienten Verachtung straft, ohne Erfolg. Die Literatur hat immer und überall die Pflicht, überwiesene Angriffe auf Ehre und guten Namen zurückzuweisen. Durchdrungen