Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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De^ Freitagabend. langt. Allenthalben sind rüstige Arbeiter bestrebt, auS den Schachten der Wissenschast und den Gefilden des LebenS dem Volke das Beste und Wissenswürdigste in anregender, schöner Form, „goldene Aepfel in silbernen Schaaken," darzubieten. Insbesondere ist eS die Familie, welche/ als die treueste Pflegemutter aller geistigen Bildung und sittlichen Veredlung, vorzüglich. berücksichtigt wird, um ihr aus den verschiedensten Gebieten des Schönen und Wahren ewe für, Alt und Jung stärkende, gesunde Leetüre zuzuführen. — - In dem Volks- und Jugendschriftenthume aber ist in der neuesten Zeit, und namentlich auf dem, für die Kräftigung des sittlichen LebenS so wichtigen Felde der Unterhaltung s li t e r a t u r, das Gepräge der eonfesfionellen Darstellung besonders hervorgetreten. Wir wollen dieses, wenn Ausschreitungen ferne bleiben und keine Funken des Haffes und der Feindschaft in das leichtentzündliche Gemüth des Volkes und der Jugend gestreut werden, gar nicht tadeln. Religion und Familie sind aufs Innigste verwebt; ihre Wurzeln greifen stark und untrennbar ineinander; sie gewähren sich wechselseitig Nahrung und Kraft. Allein die Bekenner des Zudenthums gehen dabei leer auS, oder vielmehr unser Volk, unsere Zugend, und^ganz besonders diese, unsere Söhne und Töchter werden mit Anschauungen erfüllt, welche sie leicht dem eigenen Religiousleben entfremden und die so innigen Beziehungen unse? L«< Familienlebens zur väterlichen Religion zerstören. Längst hat man daher das tiefe Bedürfniß gefühlt, daß hier Abhülfe geleistet und eine Literatur geschossen oder doch angebahnt werden müsse, die geeignet sei, daS religiös-sittliche Familienleben der Israeliten, dieses, nächst dem Glauben an den einigen Gott/ kokbarste Erbe unserer Väter zu verinnerlichen und zu weihen. Gar Manches ist in dieser Beziehung bereits geschehen, waS in hohem Grade Dank und Anerkennung verdient. Ein jüdisches Familienblatt besitzen wir aber bis jetzt noch nicht, und doch sind unter unS tüchtige Kräfte genug, um einem solchen Blatte gediegene Arbeiten zuzuführen so daß es einen anziehenden Mittelpunkt gewähren und sich all-