Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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2 »SSblick auf das Jahr 1857 ben, und ihre von selbst treibende Aussaat unS selbst antreibe, nicht zu feiern und nicht zu rasten, sondern, trotz aller Lethargie und aller schnöden Gleichgiltigkeit rings um unS her, immer und immer wieder aufS Neue die Ltchtarbeit des Geistes zu fördern — „dex Sonne gleich, die wie ein liebender Jüngling strahlend hervorgeht, sich erfreuet wie ein Held zu durchlaufen ihre Bahn; vom HimmelSende geht sie auS und^um^HimmelSende strebet sie hin, und nicht« kann sich ihrer Warme entziehen." cht und Wärme in uns gepaart, lasset auch unS mit stetS erneuerter Iugendkrast an'S heilige Werk gehen! An uns, die wir in der Mitte stehen'zwischen zwei Zeitaltern, an uns ist eS, die heilige Gluth des Glaubens aus der alten Zeit und die lichtvolle Aufklärung aus der neuen hinauszutragen in die Welt, sicher und gewiß, daß Gott, der unS zu Licht- und Wärmeträgern auserkoren, unser Werk fordern und segnen werde. Senden.wir also wieder den betrachtenden Blick auf ein dahin geschwundenes Zahr; sammeln wir feine Erfahrungen als Saatkörner deS Geistes in dem BeHalter unseres HerzenS! — Deutschland, unser liebes gutes Deutschland — was sollen wir von ihm berichten? Die keineswegs erbaulichen Wahrnehmungen auS der Gegenwart überhaupt, die von keiner höheren, neuen Zdee getrieben und gehoben wird, während die treibenden höheren Ideen auS der alten Zeit entweder gar nicht gepflegt, oder mit dem giftigsten Unkraute vermischt ausgestreut und bestellt werden, wiederholen sich auch hier. Geldbegier und raffinirter Genuß, die ausgearteten Kinder eines Gott abgewendeten oder vielmehr wider Gott ankämpfenden Materialismus beherrschen die Semüther, die ZSrael's nicht am wenigsten. Diesem traurigen Zustande sucht man auf eine Weise zu begegnen, welche nur geeignet tst> die Uebel der Zeit zu vermehren. Die von der Erde, ihren Sutern und Genüssen so unwiderstehlich an- und herabgezogenen Geister sollen mit Gewalt dem Himmel wieder zugewendet werden, ein Bestreben, welchem die machtige kirchliche Reaetion ihren Ursprung verdankt, das aber unmöglich zum Ziele führen kann; »denn kein Mensch hat Gewalt über den Geist, gefangen zu halte« den Geist.« — In Oesterreich, wo jenes Bestreben am eela-