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Der israelitische Volkslehrer · 1856-01-01 · Heft 1 (Januar 1856) · page 28

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1 (Januar 1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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RS Rundschau. -wegen jüdischer Festtage» »selbst erniedrigen« »und so verbleudet And-, für die Emancipation der Juden zu sei». — Als Pendant hier^l wird 3H. nen nicht minder folgendes Curiosum aus meiner Rahe interessant sein! Ein Gensdarm hatte einen Juden, der Hopfen am Sabbath gekaust, wegen Sabbathentweihung angezeigt. Der Landrichter, von Mystizismus etwas instairt. gab die Sache dem jüdischen Vorstand und vreier dem^ R^bdintt zur Bestrafung hinaus. Dieser erklärt jedoch, daß dem Rabbiner nach der Verfassung eine äußere Strafgewalt nicht zustehe! — DaS wäre ein Braten für unsere frommen Polizei-Rabbiner gewesen! — München hat im vergangenen Herbste einen ausgezeichneten Israeliten. Or. Oettinger, durch den l^od verloren. Einer der ersten Aer^te der Resteenz, ja Bayerns, in der Cholerazeit^Veqen seiner Verdienste;M Hofrath ernannt, hat er sich namentlich um die Errichtung und Verwattt-Dg des ärztlichen Vereins allseitige Anerkennung und Dank erworben, und wie man hört, wollen ihm die Aerzte Münchens zc. aus dem jüdischen Friedhof ein Denkmal setzen. — Die Freunde des Herrn ProsektorS vr. Herz in Erlange» hatten sich der Hoffnung hingeben, es werde der dortige Senat bei der Anwesenheit Sr. Majestät unseres Königs ein Wort für Verleihung einer Profeffur au diesen hervorragenden Mann sprechen. Wir glauben kau n, daß es geschehen? — Die No. 81 des Kreisblattes für Mittelfranken enthält eüee öffentliche dankende Anerkennung Seitens Königl. Regierung für die in 5V00 fl. bestehenden Stiftungen deS verlebten BanquierS KönigSwarter aus Fürth, was bei der leider immer größer werdenden Seltenheit jüdischer Stiftungen auch hier einer rühmenden Erwähnung würdig ist. — Dem Herrn Correspondenten im Septemberheft d. Z., welcher vnserm frühern Berichte gegenüber bezweifelt, .daß befähigten Lehrern es von Seiten der Herren Rabbiner untersagt würde, ein Wort;u seiner Zeit bei gottesdienftlichen Gelegenbeiten zu reden», halten wir die deßfallfigen Bestimmun. gen Ver Synagogen-Ordnung von Mittelsranken entgegen, wori» sogar rem Lehrer verboten, dem deutsch vorzulesenden „Led»" irgend eine Erläuterung hinzuzufügen. Wie die Herren Rabbiner bei der Berathnng dieser Synagogen-Ordnung i.Z. 1636 v-n Ausspruch Mösts 2^22 'N VZ7 /2 l„wer wollte, das Volk GotteS bestünde nur aus Propheten«) gelten ließen, das ist dem Schreiber dieses und zahlreichen Mitgliedern jener Synode noch in rraurigem Andenken. —

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