Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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s Rundschau. »nnvptt 'N*!v!?v Frankfurt am Main. Januar 5856. — Nachdem im vergangenen Sommer von hier einige tausend Gulden zur Linderung der Roth unserer schwer bedrängten Brüder in Palästina und im verwichenen Herbste Eintausend Gulden zur Beschwichtigung des NothstandeS der in Brussa (Konstantinopel) vom Erdbeben schwer heimgesuchten Glaubensgenossen abgesendet worden, hat erneuerter Nothruf erneuerten Beistand nochwendia^gemacht, und wurde von dem betreffenden Comite folgender Aufruf erlassen, welchem wir den^besten^Urfolg wünschen^ ^---------- „Kaum ist ein Jahr verstrichen, seit HungerSnoth und Krankheit die MildthäUgkeit der Israeliten in Europa für ihre GlaubeuSbrüder in Palästina in Anspruch nahm, und schon haben durch Regenmangel verursachter MißwachS und in dieser KriegSzeit doppelt fühlbare Theuerung dieselben wieder in daS größte Elend verfetzt. Ihr Hülferuf gelangt in gesteigertem Maße zu uns und macht uns schleunige Anstrengungen zur Pflicht, um unsägliche Noch von demselben abzuwenden." „Man wird^lnS^dle Beschreibung dieser Noch, über welche unS die schrecklichsten Schilderungen zugingen, erlassen. Sie übersteigt Alles, was man in dem cultivirten Abendlande, wo leichte Verbreitung von Nachrichten und schnelle Verbindungswege Alle für einander einzustehen verstatten, zu begegnen gewohnt ist. Um so geneigteres Gehör dürfte der Ruf dieser Unglückliche« finden, welche bei ihrer Vereinzelung nur auf sich selbst, und wo ihnen, wie jetzt, eigne Mittel fehlen, auf ihre Glaubensbrüder in Europa allein angewiesen find, ohne deren Hülfe sie unrettbar zu Grunde gehen müßten. Eine bedeutsame Rolle nehmen Frankfurts Bewohner seit uralten Zeiten unter den letzteren ein. Noch niemals ist vergebens für Menschenliebe an ihre Pforten geklopft worden, und so wenden wir uns denn mit Ver* trauen an dieselben zu diesem edlen Zwecke, bereit ihre milden Gaben auf den sichersten Wegen, ohne alle Bevorzugung von Frommen und Schriftkundigen, Allen zustießen zu lassen, die deren am bedürftigsten find. Auch bei diesem erneuerten Anlasse wird sich sicher der WohlthätigkeitSsinn unserer Mitbürger bewähren. — Frankfurt am Main, den?8. Januar Z8S6. — DsS Eosute zu? NLterstntznng der durch HungerSnoth bedrängten Einwohner Palästinas: Marr H. Baß, Jakob MoseS Kann. Zacharias Königswärter, Inda Michael Kuip. Louis Loimsr, v?. Manhayn. (Auch die R-dactio» d. Bk ist erbötig. Gaben für diesen heiligen Zweck, namentlich von außen-