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Der israelitische Volkslehrer · 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 1 (Januar 1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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24 - ^UchMksdÄBttchis fett, welches oiüch nur von Ferne den sicher nahenden Morgen verkündet, auf diesem Gebiete froh zu begrüßen! Wie der Schöpfer vor Allem „Licht!" rief, um aus dem Tohu Wabohu unsere schöne Erde zu formen, so thut auch in der Synagoge vor Allem das Lichten und Sichten Noch, um aus dem Chaos, aus den vielen brauchbaren, aber verwirrten Elementen unseres Gottesdienstes eine neue, zur Anbetung des höchsten begeisternde Schöpfung zu gestalten. Diese Idee hat uns auch bei den hiesigen Cultus-Reformen geleitet. Der erste Schritt, welchen wir thaten, beabsichtigte zunächst die Ordnung. Anerkannte Mißbrauche wurden abgestellt; Choral, deutsche Gebete und Gesänge eingeführt; dagegen alle Gebete, die eine in früheren Jahrhunderten entschuldbare feindselige Gesinnung athmetcn, sowie sämmtliche „Piutim", mit Ausnahme sehr weniger für Neujahr und Versöhnungstag, abgeschafft. — Diese vorbereitende Gottesdienstordnung wurde nn Juli 1844 eingeführt, bestand zwei Jahre, bis im Herbste t846 die Beschlüsse der hiesigen Rabbiner-Versammlung soweit solches ohne ein neues Gebetbuch möglich war, in Ausführung kamen, und nun (NN N'LM-Q die neue Gottesdienstordnung inS Leben trat. Diese hat den deutschen Theil des Gottesdienstes erweitert, den hebräischen reducirt, die Vorlesung der Thora abgekürzt, dieselbe aus einen Cyclus von drei Jahren ausdehnend, die hebräischen Ha ftaren in ansprechender Weife in deutsche verwandelt, die Abstellung der Opfergebete sowie derjenigen um Zurückführung nach Palestina theils ausgeführt, theilS angebahnt und Instrumentalbegleitung bei jedem Sabbath-und FeM eingeführt. Dieses Alles geschab aber mit möglichstem Anschluß an das Bestehende, mit schsnungsvollster Berücksichtigung der Anhänger desselben, wie die in den nächsten Heften ausführlich folgende Gottesdienstsrdnung klar erweisen wird. Wir sind nämlich der Meinung, daß diese, nach ihrer jetzigen Fassung, in Holge ihrer Einfachheit, sich^ eignet, auch in anderen, selbst kleineren Gemeinden eingeführt oder doch benützt zu werden; und da ich schon oft von Rabbinern und Lehrern angegangen worden bin, ihnen das Ganze oder etnz^ne Stücke davon schriftlich mitzuthcilm, so glaube ich, die-, fem Wunsche nicht besser begegnen zu können, als indem ich eine Schilderung unseres Gottesdienstes, wie er in diesem Momente besteht, der Oessentlichkeit übergebe. Die tabellarische Uebersicht des dreijährigen Cyclus, das Verzeichniß unserer deutschen Haftaren, sowie die Mitthcilung deutscher und abgeänderter hebräischer Gebetformeln werden diese Mittheilung hoffentlich noch yrakttscher und nutzbarer machen. (Fortsetzung im vachKe» Hefte.)

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