Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 14 (1922)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 o o o o Bericht des Vorsitzenden, Rabbiner Dr. Seligmann-Frankfurt a. M. 19. Samuel-Essen 20. Kellermann-Berlin 21. Wiener-Stettin 22. Goldmann-Leipzig 23' Dienemann-Offenbach a. M. t" . 24. Italiener-Darmstadt i 28. Norden-Elberfeld 26. Wolf-Dresden 27. Fuchs-Chemnitz ' . 28. Salzberger-Frankfurt a. M. 29. Tawrogi-Kreuznach 30. Lewkowitz-Berlin t 31. Arthur Rosenthal-Berlin 32. Kronheim-Bielefeld 83. Appel-Bingen 34. Warschauer-Berlin. Ferner als Gäste: . Herr Barol-Berlin, Frau Dr. Frankl-Berlin, - Frau Dr. Hochfeld-Berlin, Frau Ar. Baeck-Berlin, Frl. Lili Frank-Berlin. Herr Hans Norden-Berlin, Herr R.-A. u. Notar tz. Stern-Berlin, Frl. Lea Baneth-Berlin, Frau Dr. Lewkowitz-Berlin. Der Vorsitzende des Vorstandes Dr. Seligmann - Frankfurt a. M. eröffnet die Versammlung, begrüßt die erschienenen Kollegen sowie die Gäste, insbesondere den Vorsitzenden der Vereinigung für das liberale Judentum, Herrn Rechtsanwalt Stern, mit herzlichen Worten. Im Einverständnis mit der Versammlung beruft der Vorsitzende die Kollegen Italiener als Schriftführer, Behrens und S t e i n t h a l als Protokollführer und erteilt hierauf Herrn Rechtsanwalt und Notar Stern das Wort. Rechtsanwalt und Notar Stern erwidert die Begrüßung mit herzlichen Dankesworten. Er weist auf das hohe Interesse hin, das in wetten jüdischen Kreisen für die Verhandlungen der liberalen Rabbiner vorhanden ist. Wir müssen mehr denn je mit unseren Führern, den liberalen Rabbinern, zu gemeinsamer Arbeit uns vereinen und ihnen die Wege bahnen zur Verwirklichung ihrer Bestrebungen. Liberal sein heißt, die Freiheit der Lehre und die Freiheit der Gesinnung sich wahren und bei allen anderen achten. Wir werden darum immer dafür eintreten, daß unsere'Rabbiner nicht P»r frei reden, sondern auch nach ihren Ileberzeugungen und Gesinnungen handeln dürfen. Wo es um die Hebung der äußeren Stellung der Rabbiner gehe, in wichtigen Standesfragen, werden Sie uns stets auf Ihrer Seite finden. Was ich selbst dazu beitragen kann — dessen dürfen Sie sicher sein — Ihren berechtigten Forderungen und Wünschen zum Sieg zu verhelfen, das werde ich mit ganzem Herzen und ganzer Seele tun. (Lebhafter Beifall.). Der Vorsitzende dankt dem Vorredner für seine so überaus herzliche Begrüßung und erblickt in dem Zusammenarbeiten von Rabbinern und Gemeinden das geeignetste Mittel einer lebendigen Erneuerung des Judentums. Zum Geschäftsbericht übergehend teilt er mit. daß der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands gegenwärtig 81 Mit» glieder angehören. An eine größere Anzahl von Kollegen, die auf liberalem Standpunkt stehen aber der Vereinigung noch nicht angehören, fei Vonseiten des Vorstandes geschrieben worden, daß sie unserer Vereinigung beitreten mögen. Ein schwerer Verlust habe uns seit unserer letzten Versammlung getroffen. Der liebe Kollege Hochfeld-Berlin ist uns durch einen jähen Tod in der Blüte seiner Jahre entrissen worden. Seine ideale, von den Genien künstlerischen und wissenschaftlichen Könnens und Schaffens verklärte Persönlichkeit, sein hoher Ernst und seine echte Frömmigkeit haben ihn vielen zum Freund, allen zum wahrhaft geschätzten und verehrten Kollegen gemacht. Die v Erinnerung an den lieben Verklärten wird in unserer Seele weiterleben. Die Versammlung hat sich bei diesen Worten zu Ehren des Heimgegangenen erhoben. Den unterdessen erschienenen Ehrenvorsitzenden, .Prof. Bloch, der in jugendlicher Frische an den Verhandlungen teilninimt, begrüßt der Vorsitzende mit lebhafter Freude. IM Geschäftsbericht weiter fahrend teilt der Vorsitzende mit, daß auf der letzten Versammlung zu Frankfurt a. M. die Einsetzung dreier Kommissionen beschlossen worden sei, einer eherechtliche n, gottesdienstlichen und Religionsunterrichts- Kommission. Der Vorstand hat die Mitglieder dieser Kommission beschlußgemäß bestimmt und die Vorsitzenden gebeten, sich hier in Berlin anläßlich unserer Ta-