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Liberales Judentum · 1917-11-01 · Heft 11-12 (November 1917) · p. Seite 106

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Journal
Liberales Judentum
Volume
9 (1917)
Issue
Heft 11-12 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 106 (sequence 2)
Language
German
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108 2. AelegirrLenvrrs' mmlung der jüdisch-liberalen Ingendverrine lauer, Simon; für den Gegenentwurf: Waldstein, Sanitätsrat Dr. Reich. Auf Antrag des Vorsitzenden werden den drei anwesenden vertreten! des Ili zu Posen je zwei Stimmen gewährt. - Lin Antrag Simons, die Beschlußfassung über die Statuten auf den folgenden Tag zu verlegen,, wird abgelehnt. Die Fassung des Entwurfs wird angenommen. § 2. Ohne Debatte in der Fassung des Entwurfs angenommen. § 3 desgl. H desgl. 5. Angenommen in folgender Fassung: „Auf der-Delegiertenversammlnng hat jeder Verbandsverein für je fünfzig seiner Mitglieder eine Stimme, jedoch höchstens sechs Stimmen. Vereine mit weniger als 50 Mitglieder haben eins Stimme. Die Stimmenzahl bemißt sich nach derjenigen Mitgliederzahl, für die zuletzt Beitrag an die Arbeitsgemeinschaft bezahlt ist." Anschließend beschließt die Versammlung, daß murr Ukilgii'drlu im Linus'ü-v Schnngm. besonders der §§ 5 und 3, auch außerordentliche Mitglieder inbegriffen sein sollen. § 6. Ohne Debatte in -er Fassung des Entwurfs angenommen. § 7. Nach kurzer Aussprache in folgender Fassung angenommen: „Die Einberufung und Leitung der Delegiertenversammlung. liegt in den fänden des . Vorstandes. Die Verhandlungen sind für die Mitglieder der Ili öffentlich. Der Vorstand ist ermächtigt,- andere Personen als Gäste einzuladen. Durch Beschluß der Delegiertenversanrmlung kann die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden. § 8. Nach kurzer Aussprache in folgender Fassung angenommen: „Die Einkünfte der Arbeitsgemeinschaft bestehen aus: V den Jahresbeiträgen der Verbandsvereine, die nach der"Kopfzahk der Mitglieder bemessen werden und deren Höhe jedesmal von der Delegiertenversammlung festzusetzen ist; 2. freiwilligen Spenden." § 9- In der Fassung des Entwurfs angenommen. § f0. In der Fassung des Entwurfs unter Ersetzung des Wortes „2/3 Mehrheit" durch „3A Mehrheit" angenommen. § U- In der Fassung des Entwurfs unter Einschaltung der Worte „eigens dazu berufene" vor dem Worte „Delegiertenverfammlung" angenommen. Ein Exemplar der Statuten ist dem Protokoll beigefügt. (Anl. \.) IV. Zu Punkt 2 wurde die Höhe des Verbandsbeitrages besprochen. Der Vorsitzende und Berger schlugen 50 Pf. pro Mitglied vor, Simon -25 Pf. Die Absümmung wurde auf den folgenden Tag verschoben. V. Alsdann wurde die Wahl des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft vorgenommen. Ls wurden durch Akklamation gewählt: als Vertreter der Verbandsvereine Hirschfeld-Berlin; Berger-Breslau; Ba^er- Breslau; Rabb. Dr. Steinthal-Posen und für Hamburg ein nach Verhandlungen mit dem Hamburger Ili vom Vorstand zu akzeptierender Vertreter dieses .Vereins; 2. im; beb n^rrtln V rl b 3»i. Golvmann-Leipzig, Rechtsanwalt Stern-eZerlin. Vertreter der Vereinigung für das liberale Judentum im Vorstand ist Rabb. Dr. Salzberger-Frankfurt a. M. VI. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Konferenz mit Dr. Apfel, berichtet der Vorsitzende, daß an dieser Konferenz teilgenommen haben von seiten der Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwalt Stern, Hirschfeld, Dr. Goldmann, von seiten des neutralen Verbandes Dr. Apfel, Frl. Dr. Berliner, Frl. Finkenstein. Soweit eine lose Gemeinschaft aller irdischen Iugendvereine in Betracht kommt, unterfallen die Erörterungen der Konferenz der Tagesordnung des folgenden Tages. Das Ergebnis der Besprechungen betr. das Verhältnis zwischen neutralem Verband und Arbeitsgemeinschaft war, daß sich jeder Verband die volle Handlungs- und werbefreiheit Vorbehalte. Die Möglichkeit eines engeren Zusammengehens in der weise, daß Vereine sowohl dem liberalen als auch dem neutralen verbände angehören könnten, wurde von den Vertretern des neutralen Verbandes kurzweg abgelehnt, auch die Aussichten eines Verbandes, der neutrale und liberale Vereine-umfassen könne, seien von Herren Dr. Apfel als

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