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Liberales Judentum · 1916-09-01 · Heft 9-10 (September 1916) · p. Seite 119

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Journal
Liberales Judentum
Volume
8 (1916)
Issue
Heft 9-10 (September 1916)
Date
1916-09-01
Page
Seite 119 (sequence 23)
Language
German
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Aücherscharr — Aus der Jugendbewegung > 119 über Kulturprobleme, Geschichtsphilosoph':e, Gegenwerts- und Zukunftsaufgaben in nachdenklichen, zum Teil tiefgründigen Aufsätzen sich aussprechen. Daß wir der ganzen in diesem Buche nach Ausdruck ringenden Bewegung, die für uns eine gefährliche Abkehr von den geschichtlichen Idealen der jüdischen Vergangenheit bedeutet, als Gegner gegenüber- 'tzeben, hindert uns nicht an der Anerkennung der literarischen Bedeutung dieses Buches. - Süddeutsche Monatshefte. München und Leipzig. (Vierteljahr 4 ZIT., einzeln \,50 XTT.) Diese vornehme und anziehende Monatsschrift behandelt in jedem ihrer bis jetzt erschienenen tiefte ein einziges großes und aktuelles Thema. Das 'Februarheft 1(916' bringt 2\ Aufsätze über die „Gstjuden" aus der Feder, meist zionistischer Autoren. Das Märzhest bietet unter dem Titel „Kriegsgefangen" eine. Sammlung von Berichten aus Kriegsgefangenschaft, von denen die ergreifenden „Briefe eines Auferstandenen" von Wladimir Meden, eines Führers der großen jüdisch-sozialistischen Partei als ergreifendes Zeitdokument besonders hervorzuheben sind. Nrr Jude, eine ZITonatsschrift. Verlag R.Löroit, Berlin N. 37, Zveißenburgerstr. 6 Monatlich H—5 Bogen, der Jahrgang M. (0 —, das Linzelhsft ZIT. \ — Die H ersten b^efte dieser neuen zionistischen Zeitschrift liegen uns vor. In einem einleitenden Aufsatz „Die Losung" .sagt der Herausgeber Martin Buber, in welchem Sinne die neue Zeitschrift der Erkenntnis und Förderung des lebendigen Judentums dienen will. Hermann Glenn nimmt in einem Aufsatz „Das Volk und der Einzelne" Stellung zu dem Verhältnis des modernen Juden zu seiner Gemeinschaft und dem allgemeinen Kulturleben, Hugo Bergmann („Der jüdische Nationalisrnus nach dem Kriege") untersucht die Grundlagen der jüdisch-nationälen Bewegung. Ein aktueller Zlufsatz von Kaufmann („Grenzsperre") erörtert die Frage einer ostjüdischen Masseneinwanderung nach Deutschland. „Gedanken zum jetzigen Problem" nennt Alfons paquet seinen Beitrag, der ein schönes Beispiel verständnisvoller Betrachtung des Judentums durch einen nichtjüdischen Schriftsteller und Politiker darstellt. Lin Aufsatz von Lalvary spricht über den jiddischen Sprachgeist. Interessant sind die von Max Brod übermittelten „Erfahrungen im ostjüdischen Schulw'erk". von Weiteren Aufsätzen dieser vornehmen und gediegenen Zeitschrift heben wir hervor: Gordon, Arbeit. Sal m an, Emanzipation und Entzudung. Max ZITayer, Rivalen oder Verbündete? Martin Buber, Das Gestaltende. Salm an. Die jüd. Selbstverwaltung im polnischen Staate. Laz Abramson, Die ostjüdische Gemeinde. Hillel Zeitlin, Aufgaben der polnischen Juden. Ad. Böhm, Jüd. Positionen in Palästina. Gskar Epstein, Grundsätzliches zur zionistischen Gegenwartsarbeit. L e h n e r t, Jüd. volksarbeit. ArnoNadel, Jüd. Volkslieder. Buber, Lhassidisches. Jul. Berger, Deutsche Juden und polnische Juden. Hermann Lohen, Der polnische Jude. Glenn, Unsere Sonderstellung. Jak. Leszcz-ynski, Fragen des oftjüd. Wirtschaftslebens. ZTawratzki, Die wirtschaftlichen Lehren des 'Krieges für Palästina. Siegfried Bernfeld, Zum Problem der jüd. Erziehung. Glenn, Imperialismus und Judentum. Bileski. Die deutschen Juden in der deutschen Politik. <D etting er, Die Bodenkultur bei den Juden. Elias Zluerbach, Traditionelles und nationales Judentum. Dubnow, Die Hauptprozesse der neuesten Geschichte der Juden. stus der Jugendbewegung. Jüdisch-liberaler Jugendvrrein zu Srrslau. Zu einer Kundgebung von unvergeßlichem Eindruck gestaltete sich die 25. Sitzung der Diskussions-Abteilung, die am 30. August unter sehr starker Beteiligung in der Spinoza- Loge stattfand. Das einleitende Referat über Bedeutung und Einteilung der Zlpologetik hqjtte der Vorsitzende .dieser Abteilung, fjerr Rabbiner D r. Goldmann, übernommen. In hochinteressanten, von überzeugender Wärme und gründlicher Sachlichkeit erfüllten Ausführungen entrollte uns unser vorbildlicher Führer ein umfassendes Bild von dem umfangreichen Gebiet der Zlpologetik. Leb-

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