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Liberales Judentum · 1913-12-01 · Heft 12 (Dezember 1913) · p. Seite 288

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Liberales Judentum
Volume
5 (1913)
Issue
Heft 12 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 288 (sequence 24)
Language
German
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Rundschau: Berlin — Frankfurt a. M. Verwaltung der Gemeinde zu erhalten. Der Liberale Verein will aus Liberalismus allen religiösen Richtungen eine Gelegenheit zur, Mitarbeit verschaffen und auch der orthodoxen Minorität, selbst der der äußersten Rechten, das Recht erhalten und verschaffen, ihre Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Abseits aller stünden die Zionisten, deren Bestrebungen nicht religiöser, sondern nationaler Natur sei. Mit einem warmen Appell an die Versammlung, auch weiterhin in liberaler Weise zu wirken und alle Richtungen zu.Worte kommen zu lassen, schloß der Redner seine sehr eingehenden und interessanten Ausführungen. Die Versammlung dankte dem Redner durch starken Beifall. Der Vorsitzende des Liberalen Vereins, Herr Zustizrat plonsker, betonte in seinem Danke an den Referenten, daß ihm die Liberalen zu besonderem Danke dafür verpflichtet seien, daß er trotz seiner Berufung in den Vorstand der jüdischen Gemeinde seine Aemter im Liberalen Verein und in der Vereinigung für das liberale Judentum nicht niedergelegt habe, Herr Zustizrat Breslauer zeige, wie es mit feinem Takte möglich fei, diese Ehrenämter mit dem Amte als Gemeindeältester in einer Person zu vereinen.. Zum Schluß richteten die neuen Kandidaten,!des ^Liberalen Vereins, fjerr Stadtverordneter und Redakteur Dr. für. Z. Levy, Herr Zahnarzt M. Lipfchitz, Herr Dr. Alfred Metzenberg und Herr Königl. Gewerberat Emil plotke kurze Ansprachen an die Versammlung, in denen sie ihren Standpunkt auf religiösem Gebiete skizzierten. Versammlung -es Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindeleben Frankfurt a. M. Am Dienstag, 9- Dez., abends S1/* Uhr fand eine geschlossene Mitgliederversammlung unseres Vereins im Vereinshaus des Kaufmännischen Vereins unter der Leitung des stellvertr. Vorsitzenden Rechtsanw. Dr. R. Geiger statt. Den Geschäftsbericht erstattete Dr. Salfeld. Aus der Tätigkeit des Vereins sind hervorzuheben die Veranstaltung zweier großer und gutbesuchter versannnlungen. Zn der ersten referierte Rabbiner Dr. Seligmann über die Richtlinien zu einem Programm für das liberale Zudentum; in der zweiten gab Dr. med. Arnold Baerwald ein anschauliches Bild über das im Entstehen begriffene große Krankenhaus der israelitischen Gemeinde hier. Die von Rabbiner Dr. Seligmann zur Abwehr gegnerischer Angriffe und zur Beseitigung von Mißverständnissen in der Hauptsynagoge am 30. November \%2 gehaltene predigt 1 „Meine Brüder suche ich" wurde von dem Freisinnigen Verein in einer großen Auflage dem Druck übergeben und an die Mitglieder der Frankfurter Gemeinde — zusammen mit einem aufklärenden Flugblatt — verschickt. Der Erfolg war der Beitritt von mehr als 70 neuen Mitgliedern, teils zu unserem Verein, teils zur Vereinigung für das liberale Judentum. — Nach Erstattung des Kassenberichts und erteilter Decharge referierte Dr. Rudolf Geiger über die Tagung des Verbandes der deutschen Zuden in Hamburg und über die in Hamburg abgehaltenen Kommissions- und Vorstands-Sitzungen der Vereinigung für das liberale Zudentum. Der überaus fesselnde und anregende Vortrag fand reichen Beifall. An der Diskussion über das Referat beteiligten sich Dr. Mainzer und Dr. Seligmann, die insbesondere zu der Frage der Zugendorganisationen Stellung nahmen. Mit dem Vorschlag des Vorstands des Freisinnigen Vereins, zur Vermeidung eines Wahlkampfes das vom Tentralverein angebotene Kompromiß anzunehmen und der Nominierung der Herren Professor Gräfenberg, Dr. Hanauer und Elias Gppenheimer zu Mitgliedern des Ausschusses der israelitischen Gemeinde zuzustimmen, erklärte sich die Versammlung einstimmig einverstanden. — Zn den Vorstand des Freisinnigen Vereins wurden teils wieder, teils neugewählt die Herren: Dr. med. Arnold Baerwald, Zustizrat Dr. Blau, Zsidor Dreyfuß, Sanitätsrat Dr. Ettlinger, Rechtsanwalt Dr. Rudolf Geiger, Prof. Dr. Gräfenberg, Dr. med. L. Hanauer, Geh. Sanitätsrat Dr. Zaffe, Leop. Levi, Dr. med. M. Mainzer, Simon Mayer, Emil Karl Oppenheimer, Rechtsanwalt Dr. Salfeld, Willy Stern, Max Wertheimer. Herausgegeben von der Vereinigung für das liberale Judentum Berlin W. 8, Mauerstraße 49. Für die Redaktion und den Verlag verantwortlich vr. C. Seligmann, Frankfurt a..M., Friedrichstr. 29. Druck und Expedition von Voigt & Gleiber, Frankfurt a. M., Bieber-Gage 6.

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