Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 4 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Date
- 1912-12-01
- Page
- Seite 292 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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292 Are Pasener Uerl'nmmlnng Nun kommt jDunkt 3: Getreu den Grundsätzen des Liberalismus überläßt die Vereinigung im Sinne der heute erstatteten Referate die Stellungnahme zu den das religiöse Leben des einzelnen betreffenden Forderungen der Richtlinien der gewissenhaften Ueberzeugung der Mitglieder. wer ist dagegen? ... Sechs. j)unkt 3 ist also gegen 6 Stimmen angenommen. (Bravo!) Ich stelle nunmehr die Gesamtresolution zur Abstimmung. Wer.ist gegen die Resolution im ganzen? . . . das sind zwei von ls3( Delegierten. Weine Herren, ich konstatiere nunmehr, daß die Resolution angenonrmen ist und ich bitte Sie, jetzt in diesem entscheidenden Augenblick, den Mitgliedern der Fünfzehner-Kommission und den Herren Rabbinern den Dank der Versammlung anszusprechen. "(Bravo!) weine verehrten Dmnen und Herren, wir konunen nunmehr zur Vorstandswahl . . . (Zurufe: Wiederwahl!) Ls wird Wiederwahl zugerufen, will jemand gegen die Wiederwahl Widerspruch erheben, so bitte ich ihn, sich zu erheben ... es ist nicht der Fall, einstimmig erfolgt die Wiederwahl. Ich frage die anwesenden witglieder des Vorstandes, ob sie die Wiederwahl annehmen? . . . (Zustimmung.) Die abwesenden Herren werde ich anfragen lassen. Ich danke Ihnen für meine j?erson und nehme die Wiederwahl gern an. wir werden uns konstituieren, das erste, was wir zu tun haben. Kleine Herren, es gilt nun weiter zu arbeiteil auf der Grundlage, die die Herren Rabbiner geschaffen haben, und dazu schlage ich Ihnen zwei Kommissionen vor, die Ihnen in zwei Jahren über die weiteren Resultate berichten sollen. Line Kommission, die sich mit der zeitgemäßen Ausgestaltung des Gottesdienstes an Hand dieser Richtlinien befaßt, und die im wesentlichen aus der Zahl der Rabbiner gewählt sein muß, und eure Kommission, die sich mit der Gemeindepolitik befaßt, um den Gemeinden gerecht zu werden und den Ortsgruppen die Möglichkeit gibt, zu arbeiten. Ich frage, ob Sie mit diesen Vorschlägen, die der Vorstand genehmigt hat, ein.verstanden find, oder ob sich Widerspruch dagegen erhebt? ... es ist nicht der Fall. Dann bitte ich Sie, den: Vorstand zu gestatten, diese Kommissionen zu wählen, und ich verspreche namens des Vorstandes, es getreulich zu tun, niemand zu Liebe, und niemand zu Leide, "ganz objektiv, wie es einem ehrsamen Vorstande zukoinmt. Und ich werde ferner von Ihnen annehmen, daß Sie diesen Kommissionen gestatten, Kooptationen vorzunehmen, namentlich wenn wir die Verhältnisse bei der Gemeindepolitik zu erörtern haben werden. Wünscht nunmehr jemand noch das Wort? Nachdem Herr Direktor G o m - b ri ch-Nürnberg dem Vorsitzenden den herzlichen Dank der Versammlung ausgesprochen, schließt der Vorsitzende die Versammlung mit den Worten: Meine Damen und Herren! Lin solch schöner Lrfolg, ein so glänzender Tag, war der heutige Tag und Lrfolg, daß ich nur sagen kann: Noch viele Tage und Lrfolge wie dieser, und Sie sollen sehen, das liberale Judentum hat gesiegt! (Bravo!) Schluß der Verhandlungen gegen 2 Uhr mittags. Herausgegeben von der Vereinigung für das liberale Judentum Berlin W. 8, Mauerstrafze 49. Für die Redaktion und den Verlag verantwortlich vr. C. Seligmann, Frankfurt a. M., Friedrichstr. 29. Druck und Expedition von Voigt & Gleiber, Frankfurt a. M., Bieber-Gasse 6.