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Liberales Judentum · 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 144

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Journal
Liberales Judentum
Volume
4 (1912)
Issue
Heft 6 (Juni 1912)
Date
1912-06-01
Page
Seite 144 (sequence 24)
Language
German
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* 144 nndschair f aff er ist hier wie dort bemüht, die herrlichsten Dichtungen der altjüdischen Poesie in leicht verständlicher, zum Gemüte sprechender, poetischer Form wiederzugeben. Tiefe Frömmigkeit und Herzenswärme lebt in diesen deutschen Uebertragungen. Feinfühliger Takt und dichterisches Formgefühl erhebt dieselben über die meisten mir bekannten Paraphrasen. Es sind keine wörtlichen lieber setzungen, sondern freie Wiedergabe des Alten in moderner Form. Hiob, Kohelet, Die Sprüche Salomos, die schönsten liturgischen Prophetenabschnitte (Haftara's), viele Psalmen, zum Schlüsse einige eigene religiöse Dichtungen bilden den reichen Inhalt des auch äußerlich reichgeschmückten Buches. Das Einzige, was ich etwa vermisse, ist der hohe dichterische Schwung, das Pathos der Empfindungen — freilich eine hohe Forderung für poetische Uebertragungen. — Auch dieses Buch, die Frucht liebevoller, inniger Hingabe an die heilige Schrift, legt Zeugnis ab von der wiedererwachenden Liebe Israels zu seinem Buch der Bücher und von dem wiedere.rwachenden religiösen Sehnen und Verlangen. Besonders für junge Mädchen sind die beiden Bände „Im Tale Saron" ein herrliches, mit gutem Gewissen zu empfehlendes Iveihegeschenk. 8. Predigt gehalten am siebenten Tage des Pesiachfesirs von Rabbiner Dr. Hochfeld in Berlin, veröffentlicht vom Vorstand der Hilfskasse für israelitische Kantoren und Kultusbeamte, deren Witwen und Waisen Rundldiau, Liberale ^Kabbinerversarnmlrmg. Am Dienstag, den 28. Mai, tagte zu Berlin im Sitzungssaale der Repräsentanten die Mitgliederversammlung der Vereinigung liberaler Rabbiner unter dem Vorsitze des Herrn Rabbiner Professor Dr. Bloch-Posen. Einziger Gegenstand der Tagesordnung war die Beratung von Richtlinien für das lidein Deutschland. (E. v.) Berlin \ty\2. 7 S. brosch. Ausgehend vom Siegeslied am Schilfmeer, bespricht Redner den Zusammenhang von Religion und Musik. Für die tiefsten Empfindungen ist das Wort zu leer; niemals kann darum die Religion des Gesangs, der Musik entbehren; sie ist kein fremdes Gewächs auf jüdischem Boden. Freilich darf die Musik nicht zur Alleinherrscherin im Gotteshaus werden, Gottesdienste dürfen nicht zu Konzerten werden. Der Kantor, als Hauptträger des gesanglich-musikalischen Teils des Gottesdienstes muß von der Würde seiner Aufgabe stets durchdrungen sein. Die predigt verbindet in schöner Weise Theorie und Praxis, religiöse Gedanken und deren aktuelle Anwendung auf die Gegenwart. 8. Zur Besprechung eingangen: Die Geistesreligion und das jüdische Religionsgesetz. Ein Beitrag zur Erneuerung des Judentums von Dr. Ignaz Ziegler, Rabbiner in Karlsbad. Mit einem Geleitwort von Rudolf Eucken. Berlin \%2, Georg Reiner. Outlines oi Liberal Judaism by Claude Gr. Montefiore. Macraillan and Co. London 1912. S. Ferares, la duree de l’annee biblique et Forigine du mot „schanah“. Paris 1912, Durlacher. 8°. 24 pag. broch. rate Iudentu m. Nach der Besprechung und Annahme eines Teiles der von der dazu beauftragten Kommission vorgelegten Thesen mußten die Verhandlungen der vorgerückten Zeit halber abgebrochen werden. Mit dem Reste wird sich eine in kurzer Zeit einzuberufende versannnlung zu beschäftigen haben. In der Sitzung anwesend war auch der bekannte englische Führer des Liberalismus L l a u d e M o n t e f i o r e. Herausgegeben von der Vereinigung für das liberale Judentum Berlin W. 8, Mauerstratze 49. Für die Redaktion und den Verlag verantwortlich Dr. C. Seligmann, Frankfurt a. M., Friedrichstr. 29. Druck und Expedition von Voigt & Eleiber, Frankfurt a. M., Bieber-Gasse 6. <

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