Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 37. für das Schlujahr 1913-1914 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 120)
- Language
- German
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10 hervorragender Gelehrter, eine edle Persönlichkeit und uns war er mehr. Unser war Wilhelm Bacher der Privatmann, der Patriarch unserer Familie. Wir fühlten aus nächster Nähe die Strahlen seines warmen Herzens, wir sahen aus nächster Nähe die Aeußerungen seiner reinen Seele Der Familienherd, den er mit seiner ihm ebenbürtigen hervorragenden Frau begründete, war ein Heiligtum, in dem sein Sohn, seine Brüder und Schwestern, seine Freunde und Verehrer in die Welt der Ideale sich erhoben fühlten. Wilhelm Bacher! unsere Freude und unser Stolz, unser Segen begleitet dich auf deinem Wege in die Ewigkeit, unsere Liebe verbleibt dir bis zum letzten Pulsschlag unseres Herzens. In dieser Stunde des ewigen Scheidens nimm noch meinen heißen Dank entgegen für die unermessliche Güte, deren Du mich 31 Jahre hindurch teilhaftig werden ließest Ein Teil meiner Seele, mein Gelehrtenideal zieht mit Dir von dannen. Bevor ich von dieser Bahre scheide, habe ich noch eine Pflicht zu erfüllen. In Vertretung der Ecole rabbinique de France in Paris, der Lehranstalt für die Wissenschaft des J u dentums in Berlin, des Co 1 legi0 Rabbinico Italiano in Florenz lege ich ein Cyprusblatt der Anererkennung und des Dankes dieser großen Anstalten auf die Bahre des großen Toten des Gesamtjudentums nieder. (Jesaias 7, 3) יבא שלום יטהר על משכנותם הולך ננהו. Großer Lehrer in Israel, der Du in Geradheit gewandelt, ziehe hin in Frieden, ruhe sanft auf deinem Lager. Rektor Dr. Adolf Schwarz sprach im Namen der Wiener isr.-theol. Lehranstalt. Er schilderte mit beredten Worten die unsterblichen Verdienste Wilhelm