Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 79)
- Language
- German
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Die Form der Dichtungen. 77 Nur in einem der Gürtelgediehte Schibzis findet sich ein _ Leitvers vor der ersten Strophe1). Sonst gibt der erste Teil der ersten Strophe den Gemeinreim für da־s ganze Gedicht an. Man kann unter den Gürtelgedichten Schibzi’s folgende Strophentypen unterscheiden: 1. Der erste Teil der Strophe hat das Reimschema a b a h ab; der zweite Teil c c c | d e d e. Die Sehlußverse des zweiten Teiles — das gilt auch für alle übrigen Arten der Gürtelgedichte — wiederholen den Reim der ersten Strophe, die im ersten Teile und im Schlüsse des zweiten Teiles den Gemeinreim bietet. So ll2), 73, 1173), 12 L4) 134, 160, 1725). Auch 66 gehört mit einer geringen Modification hieher. 2. Der erste Teil der Strophe hat das Reimschema a a a a a a, der zweite b b b | c c c c c. Hieher gehören 106, 1346) 1357) 182. 3. Der Schluß des zweiten Teiles besteht in einem einzigen Stichos. Sonst wie 1. So 72, 112, 157, 181. In 183 und 186 ist vor diesem Schlußstichos der dritte Stichos des Gürtels wiederholt. 4. Wie 1, nur daß der erste Teil der Strophe aus vier zweigliedrigen Verszeilen besteht8). Hieher gehört eine große An- Das »mittlere Stück« ist der »Gürtel«, die »andern beiden Stücke« sind der erste Teil und der Schlußteil der Strophe. Die »Vierteilung der Beits« (Distichon) geschieht durch Gliederung und Binnenreim. — Eine spezielle Bedeutung des Wortes תלשיח findet sich in Maimunis Mischnakommentar zu Arachin II, 3 (das arabische Original edierte Schapiro, Jerusalem 1910); danach bedeutet es die Intonierung des den Gesang begleitenden Lautenschlägers vor Beginn des Gesanges. *) S. unter 10 (Nr. 84). 2) Die Verszeile zerfällt in zwei ungleiche Glieder. Dem ersten kürzeren Gliede gleichen die drei Stichen des Gürtels. 3) Hier hat der Schluß des 2. Teiles nur drei Stichen anstatt vier. 4) Wie in der vor. Anm. 5) Die Verszeile zerfällt in ein längeres und ein kürzeres Glied; nach dem ersten richtet sich der Güitel. Der Schluß des zweiten Teiles der Strophe wie in Anm. 3. 6) Wie in Anm. 5. י) Ebenso. 8) Die vierte Verszeile des ersten Teiles hat in den meisten Nummern den Gemeinreim.