Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 30. für das Schlujahr 1906-1907 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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5 Exilsgenossen in unserer Anstalt eine Räköczifeier, am 8. Juni 1907 gelegentlich der 40. Wiederkehr des Krönungstages Sr. kais. und kön. apostolischen Majestät Franz Josefs I. ein feierlicher Gottesdienst in der Anstaltssynagoge statt. Am Ende des I. Semesters des Schuljahres 1906—7 trat Herr Oberrabbiner Dr. Samuel Kohn von seiner Stelle als Professor der Homiletik zurück. Die leitende Kommission betraute über Vorschlag des Lehrkörpers den Herrn Rabbiner Dr. Simon Hevesi mit den Vorträgen über die Homiletik. Prof. Salamon Schill sah sich in Folge seiner angegriffenen Gesundheit bemüßigt, beim hohen königl. ung. Ministerium für Kultus und Unterricht um einen dreimonatliehen Urlaub anzusuchen. Dieser wurde ihm bewilligt. Mit seiner Vertretung (Januar—März) würden die diplomierten Gymnasialprofessoren Dr. Moritz Dercsenyi und Dr. Eduard K a 11 ö s betraut. Nach Ablauf seines Urlaubs nahm Prof. Schill seine Lehrtätigkeit Wieder auf. Das Professorenkollegium beglückwünschte telegraphisch den Vorstand der israel. Gemeinde in L. - S z t. - M i k 1 ö s anläßlich der 60jährigen Gründungsfeier ihrer Gemeindeschule und begrüßte in einem Schreiben den Herrn Hofyat Dr. Phi- 1 ip p Weinmann, der dem Professorenkollegium seine Wahl zum Präsidenten der Pester israel. Religionsgemeinde schriftlich anzeigte und sich dessen Unterstützung in confessionellen- und Gemeindeängelegenheiten erbat. Das Professorenkollegium drückte dem Vorstande der Lemberger israel. Gemeinde telegraphisch sein Beileid aus anläßlich des Hintrittes des Herrn Salomon B ub er und den Hinterbliebenen des Herrn Prof. Moritz Stein- Schneider gelegentlich des Heimganges dieses hervorragenden Gelehrten. Die Munifizenz des Herrn Josef von Ha*tvany- Deutsch, der uns auch in! abgelaufenen Schuljahre die Sümme von 2000 Kronen zur Verfügung stellte, hat es uns ermöglicht, den sich stets steigernden Anforderungen an eine bessere Verköstigung und Bekleidung unserer Zöglinge gerecht