Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3122061-3122100--4563-3125437
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Handschriften. als dass sie alles enthielten, was ein dienstfertiger und berufsmässiger Schreiber in einer Weltstadt, wie Venedig es seiner Zeit war, für Geld und gute Worte gelegentlich komponiert hat. Indes sind wir auf Schlüsse allgemeiner Natur gar nicht angewiesen, da die Sammlungen selbst ihre Lückenhaftigkeit verraten, wenn sie auf ihre Datenangaben hin untersucht werden. Ausdrücklich datiert sind 71, nichtdatiert sind 144 Stück. Von diesen letzteren wären nach Inhalt und anderen Merkmalen etwa dreissig Nummern mit Sicherheit zu datieren, mit hoher Wahrscheinlichkeit noch viele andere, nämlich nach dem voraufgehenden oder folgenden Datum und dergleichen. Indes ist eine durchgängige chronologische Bestimmung weder möglich, noch besonders wichtig. Wir lassen aus diesem Grunde alle undatierten Piecen ausser Spiel, um nur mit gesicherten Daten zu operieren. Dieses Verfahren ist auch deshalb an gezeigt, weil das Bild der Zeitangaben auch nach Herbeiziehung der nach dem Zusammenhänge bestimmten Daten sich nicht wesentlich verändert. Die ältesten Piecen sind Leos Briefe aus seiner Knabenzeit, nämlich die Nummern 51—60 ,55־ und 61, die aus den Jahren 1579—1581 stammen. Wohl tragen sie kein Datum — nur bei Nr. 61 gibt Modena an, er habe dies Schriftstück als zehnjähriger Knabe verfasst — doch ist ihre Datierung nach dem aus der Autobiographie bekannten Lebenslauf Leos eine ausser Zweifel stehende Tatsache. Nach diesen ältesten Stücken klafft eine Lücke von fünf Jahren, denn die nächsten zwei Piecen, nämlich Nr. 20 und 21 stammen aus dem Jahre 1586. Die folgende Tabelle gibt eine chronologisehe Übersicht über alle datierten Stücke. Die Jahre sind nach der gewöhnlichen Zeitrechnung gegeben, wobei die Differenz wischen dem jüdischen und bürgerlichen Jahre in bezug auf die letzten Monate des Jahres nicht berücksichtigt wurden. Die eckigen Klammern bezeichnen diejenigen Daten, die keine ausdrücklich angegebene, sondern nur erschlossene sind. Datum Nummern 1579—1581 : 51«—55, 60, 61. 1586: 20,21.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.