Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 153)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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Liniierung־ biblischer Citate. 145 wenn wir auf Grund dieser Thatsachp aus dem in Rede stehenden Midrasch den Schluss ziehen, dass Linien auch aus Punkten bestehen konnten. In dem interessanten Genizafragment, das Schechter in der Jewish Quarterly Review XIV (1902) 456—474 herausgegeben hat, haben die Worte der Bibelcitate in der Regel je einen Punkt oben. Die Linie war ein so wesentlicher Bestandtheil des Schriftbildes, dass es auch bei Abschrift einzelner Abschnitte, ja sogar Verse und Worte zur Anwendung kam. Ein Amora מzog die Linien und schrieb den Abschnitt von der Leviratsehe nieder1״). Eine Mezuza ohne Liniierung ist ungültig ..... diese Forderung sei eine Halacha des Moses vom Sinai2). Dass auch der Abschnitt der Eifersuchtsrolle liniiert werden musste, ist schon erwähnt worden. Auffallend ist, warum man bei den Phylakterien von dieser Forderung abgegangen ist3). Auf eine Anfrage des Mar Ukba antwortete R. Eieazar (nach 250) mit Psalm 39, 2 zuvor aber liniierte er. Mar Ukba antwortete auf eine andere Frage in derselben Weise mit Hosea 9, l4). R. Ebjathar hingegen schrieb Joel 4, 3 als Brief ohne Liniierung. Eine Baraitha lehrt: Man darf nur drei, aber nicht vier Schriftworte ohne Liniierung schreiben; R. Jizchak (um 300) meinte, schon drei sind .verboten5). Der pal. Talmud wirft die Frage auf. ob man 2—3 Worte aus der Bibel schreiben dürfe und führt Beispiele an, aus denen hervorgeht, dass die Worte ף Jebamoth 106 b: [מר זוטרא הוה משרטט וכתב לכל פרשה 1גט חליצה. 2) Menachoth 32 b: ,בל מזוזה שאינה משוהטטת פסולה . . . א, ר מנימין... שרטוט של מזוזה הלכה למשה מסיני. 3) Megiiia 8 ו b unten: דתניא .. תפלין ומזוזות נכתבות שלא מן הכתב ואין צריכות שרטוט• Offenbar ist hier die Baraitha zu Ende, und was nachfolgt, gehört schon dem Talmud an. Es heisst nämlich weiter: והלכתא תפלין אין צריכין שרטוט מזוזות צריכין שרטוט ואידי ואידי נכתבות שלא מן הכתב, מאי טעמא מגרם גרוסן (Raschi sub כך הלכה למשה :והלבתא מסיני; hingegen Tosafoth sub פיר, ר״ת דכן הלכה זתפלין). 4) Gittin ך a; שרטט וכתב להו, שרטט וכתב ליה. 5) 1b. 6 b: ואמר דבי יצחק שתים כותבין שלש אין כותבני־ן, במתניתא תנא שלש בותבין ד, אין כותבין. Abaji meint, man kann ein grosser Mann (Gelehrter) sein, auch wenn man von dieser Regel nichts weiss.