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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 143

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 143 (sequence 151)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122088--4174-3125281
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Liniierung und Zeilen. 143 einen unzertrennlichen Bestandteil des Buches. Schriftgelehrte der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts sagen: ״Auch die Liniierung des Buches (oder des Schreibers) lehrte Adam (wie alle Handwerke), denn es heisst Gen. 5, 1: dies Buch ist die Abstammung Adams״ .(1״Buch“ ist also ohne Liniie- - rung nicht denkbar. Die ״goldenen Reihen“ (Hohelied 1, 11) sind die Schrift (der Tora), die ״silbernen Punkte“ die Linien2). Ebenso wird Hohelied 5, 11 auf die Tora gedeutet und die herabwallenden Locken, also die einzelnen Haare, auf die Linien des Buches bezogen3). Die Sitte des Liniierens war also eine allgemeine und galt für uralt, so dass sie Adam zugeschrieben werden und ein Kriterium des Buches abgeben konnte. Bei der Sorgfalt, mit welcher man die heiligen Schritten schrieb, ist die Liniierung, die die Regelmässigkeit der Zeilen ermöglichte, sehr natürlich. In der nichtjüdischen antiken Welt wurden die Bücher ebenfalls liniiert, sie sind in den herkulanensischen Rollen noch kenntlich. Während man aber auf den Papyrus Bleistriche zog, wurden dem Pergament mit dem Griffel feste Linien eingedrückt. ״Dergleichen sind z. B. in dem Cod. Alexandrinus der Bibel saec. V, welcher in zwei Columnen geschrieben ist, über die ganze Breite der Seite. Im Fragmentum Fabianum und auch sonst sind sie nur für je zwei Zeilen gezogen. Diese eingedrückten Linien, wie sie 1) Gen. r. 24, 6 (109b Wilna): רבנין אמרין אפילו סרגולו של ספר אדם הראשון למדו שנאמר זה ספר הוא ושרגולו [Arucb: סופר], aen r. 85, 2: רבנין אמרי בדי ל ם ר ג על הספר כולו שאמרו ברוח הקדש ist keine Anspielung auf Liniierung,■ Vgl. übrigens Sota 17 b : [כתבה [לפרשת פומה כאגרת פסולה שנאמר בספר, was nach Raschi bedeutet: בלי שרפזום, das wir oben p. 125 n. 3 angezweifelt haben. 2) Sckir rabba zu 1, 11 (22b Wilna): ד״א תורי זהב נעשה לי־־ זה הכתב עם נקודות הכסף ■זה הסרגל. 3) Schir r. zu 5, 11 A61 a w.): בתם פז אלו דברי תורה וכר׳ קוצותו תלתלים זה הפרגול שחורות כעורב אלו האותיות. Der Midrasch fasst תלתלים offenbar als Zweige, während nach einer anderen Deutung daselbst תלתלים mit ו2לי תלים ־־•) תל) Hügel in Verbindung gebracht wird. Dasselbe Lev. r. c. 19 Anf., wo R. Eliezer und R. Josua, die schon zur Zeit des Tempels lebten, als Kontroversanten genannt werden.

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