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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 140

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 140 (sequence 148)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122088--4171-3125278
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140 Kolumnen und Ränder. der Bodlejana als Beigabe veröffentlichten Faksimiles, die ich durchgesehen habe, können in Folge ihrer verhältnissmässig geringen Zahl keine genügend breite Grundlage bieten. Wie bekannt, sind hier Ort, Zeit, Schreibstoff und Bestimmung der Manuskripte ebenfalls in Betracht zu ziehen. D i e se 18 Bibelkodices würden also nicht viel besagen, wenn die aus ihnen sich aufdringenden Schlüsse mit den beigebrachten historischen Daten nicht in so auffallender Weise harmonieren würd en, Namentlich springt die Kolumnenzahl und die Zeilenkürze in die Augen. Die Kolumnenzahl zeigt bei den meisten drei und nur ein aus dem 17. Jahrhundert stammender Kodex hat eine Kolumne. Die Zeile fällt durchweg durch ihren geringen Buchstabengehalt auf. Nur einmal steigt er über 40 hinauf, bleibt aber in der Regel unter 30 zurück. Dieser Befund legt die Annahme nahe, dass die Schreibergewohnheit, eine Schrifthaut in drei Kolumnen zu theilen und kurze Zeilen zu schreiben, sich von der Rolle auf den Kodex vererbt hat. Nur die Fort Wirkung der Tradition macht es erklärlich, dass das gefaltete Blatt, das iin Gegensatz zur Rolle eine gewisse Einheit bildet und gleichsam selbständig ist, in Kolumnen getheilt wurde. Weitere Nachforschungen in dieser Richtung wären sehr erwünscht und würden gewiss zu sichereren Ergebnissen führen. Die Frage nach der Zeilenzahl der Kolumne ist aus Talmud und Midrasch nicht zu beantworten. Aus dem nachtalmudischen Traktat Soferim und aus der Masora hat Büchler in scharfsinniger Weise den Nachweis geführt, dass die Normalkolumne der Tora 42 Zeilen zählte1). Söferim (YI 5) erwähnt noch Kolumnen von 60, 72 und 98 Zeilen mit der Bemerkung: ״alles hänge von der Schrift abtt2). Diese Bemerkung kennzeichnet die verhältnissmäs- *) Revue 34, 95 f., vgl. Soferim XII 11 und Norzi zu Deut. c. 32. אבל בשטין כותכין מעם במסעות ארבעים ושנים, וברבבות של ישראל (2 ששים, ובזקנים של ישראל שבעים ושנים, וכתובחות של משנת תורההבל לפי *הכתב

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