Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 24)
- Language
- German
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16 Schreibstoffe. buch Veranlassung von Schreibmaterial und Schreibart zu reden. Es dürfte für unseren Zweck genügen, die Haupt* stellen kennen zu lernen. ״Wurde (der Scheidebrief) geschrieben mit geronnenem Blut, geronnerer Milch auf Oliven-, Johannisbaum- oder Kürbisblätter oder auf irgend einen anderen Gegenstand, der von Dauer ist, ist er giltig. Wurde er aber geschrieben auf Lauchhaut, auf Zwiebel-, Spierlings-1) oder Grünzeugblätter oder auf irgend einen anderen Gegenstand, der nicht von Dauer ist, ist er ungiltig . . . Schrieb man ihn auf das Geweih des Hirsches, schnitt ihn dann ab, versah ihn mit dem Siegel und gab ihn der Frau etc. ungiltig, auf das Horn der Kuh und gab ihr die Kuh, auf die Hand des Sklaven und gab ihr den Sklaven, gehört die Kuh oder der Sklave ihr und sie hat auf ein Mal Scheidebrief und Ehekontraktsumme erhalten.“2) Wie aus den Quellen mit Sicherheit zu entnehmen ist, waren־ diese Vegetabilien, sowie Thonscherben und עלי זרדין (ג, bei Löw, Aramäische Pflanzennamen 289 finde ich : ,.זרדין Pflanzennameu. Unsere Stelle ist nicht angeführt, denn die alteren Ausgaben der Tosifta lesen: [עלי חזרי Lattichblätter. 2) Tosifta Gittin 2, 3—5 p. 325 Zuckermandel : כתבו בדם הקרוש בחלב הקרוש על עלי זית ועל עלי הרוב ועל עלי דלעת ועל כל דבר שהוא של קיימא כשר על עור כרישי] על עלי בצלים על עלי זרדין ועל עלי ירקות ועל כל דבר שאינו של קיימא בדבר שהוא של קיימא פסול עד שיכתוב בדבר שהוא של קיימא על דבר שהוא של קיימא ר,. יוסי הגלילי אומר. מה ספר,מיוחד דבר שאין בו רוח חיים יצא דבר שיש בו רוח חיים ר׳ יהודה בן פתירה אומר מה ספר מיוחד דבר התלוש מן הקרקע יצא דבר המחובר לקרקע כתבו (24, 1 על קרן של צבי חתכו •חתמו ונתנו לה פסול שנאמר וכתב ונתן גדברים מה נתינה בתלוש־ אף כתיבה בתלוש על קרן של פרה ונתן לה את הפרה על היד של עבד ונתן לה העבד הרי זה זכתה בהן. Die Misehna (Gittin 2, 3) nennt'ausdrücklich nur Olivenblätter, Kuhhorn und Sklavenhand, deutet aber mit den Worten: ״Auf alles schreibt man“ auch andere Schreibstoffe an. Sifre 11 269 (Friedmann 122 a): עלי קנים עלי אגוז עלי זית עלי חרוב~ also auch Hohr- und Nussbaumblätter. Zu כתבו על קר] הפרה vgl. כתבו לכם על קרן השוד שאין לכם חלק באלה־ ישראל (j. chag. 77 a u. Parallelstellen). Auf die Hand des Sklaven zu schreiben wird nicht Seltenes gewesen sein. Man zeichnete den Namen Gottes auf seinen Leib ein: die Heiden ihre Götzen. Vgl. Jesaia 49, 16: ״Ich habe dich auf meine Hände eingezeichnet“. Bei Löw (Graph. Requisiten) finde ich das ״lebende Schreibmaterial nicht erwähnt.