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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 74

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 74)
Language
German
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69 diesen Beschluss mit seiner ganzen Vergangenheit gleichsam von Neuem in sein altes Amt eingesetzt und ferner in die Dienste der Republik aufgenommen. Mehr aber noch als seine Vergangenheit hob ihn in den Augen der venezianischen Staatsmänner der Glaube an seine Unentbehrlichkeit für die Zukunft und die Ueberzeugung von demWerthe seiner selbst durch die Ausweisung nicht gelockerten Verbindungen mit der Türkei. Von der Fünfmännerbehörde des Handelsamtes, den cinque savii, bald nach seiner Ankunft darüber zu Rathe gezogen, wie dem so schwer geschädigten Interesse der venezianischen Ivaufmannswelt, unter dem auch die Gewerbe, die Finanzen des Staates und die Schifffahrt litten, zu Hülfe kommen könne, war er mit einer verdienstlichen Denkschrift1) über die zunächst zu ergreifenden Massnahme der Republik gleich zur Hand. Was ihm in Constantinopel, wie er mit unverhohlenem Schmerze erklärte, unmöglich gemacht worden war, dem Frieden zu dienen, das werde von hier aus mit Unterstützung der Behörde leichter zu erreichen sein. Dort hatte er nur darum den Bestrebungen der vermittelnden Staaten Holland und England nicht zum Siege verhelfen können, weil ihm vom Hause die Arme gebunden waren und jeder autoritative Einfluss fehlte, der seinem Auftreten Nachdruck hätte verleihen mögen. Jetzt handle es sich vornehmlich um drei Dinge: die Ausforschung der Friedensaussichten in der Türkei, die Wiederherstellung der Handelsverbindung mit der Levante und die Sicherung eines gehörigen Kundschafterdienstes in Betreff der inneren Zustände des Reiches. Man dürfe den Türken nicht Zeit lassen, der einst so beliebten venezianischen Handelsartikel, vor Allem der golddurchwirkten Seidenstoffe sich zu entwöhnen und den Franzosen den Markt auszuliefern. Alle diese Absichten glaubte er durch ein einziges Mittel erreichen zu können. Da nur türkische Unterthanen daran denken durften, etwas Venezianisches jetzt nach der Levante zu bringen, so hatte er zwei solche, David Atas Senat bereits am 5. März 1695 feststellte, sind im Staatsarchiv von Venedig in den Briefen an Antonio Pauluzzi unter: Inquisitori di Stato Lettere ai Baili in Constantinopoli Busta 149—150 noch vorhanden. ג) Ib. N1*. 41. )

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