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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 73

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 73)
Language
German
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Kinder ihm nicht geleistet hatte. Jetzt aber war er wie ein Schiffbrüchiger an die Küste des Vaterlandes geworfen worden und in die Nothlage versetzt, an das erinnern zu müssen, worauf er so lange und am Liebsten auch weiter verzieiltet hätte. In einem Gesuche an den Senat musste er jetzt die Ausfolgung des rückständigen Gehaltes und die Anweisung dauernder Bezüge für seine auch weiter der Republik zu widmenden Dienste erbitten. Seine Leistungen waren unbestritten und voll gewürdigt. Es war mur Eine Stimme in der ganzen Colonie der Exulanten, wie segensreich sein Einfluss sich ihnen erwiesen und wie er auf dem sinkenden Schiffe gleichsam bis zuletzt auf der Commandantenbrücke ausgeharrt hatte. Auf eine zwanzigjährige unbesoldete Wirksamkeit im Dienste der Republik, in neun Friedens- und fast eilf Kriegsjahren, unter den Augen der berühmtesten Baili wie Giovanni Morosini, Pietro Civrano und Giambattista Donato und später noch Capello’s, der nur mit Hülfe eines in Lebensgefahr sich stürzenden Verwandten Conegliano’s hatte flüchten können, auf eine stolze Reihe allbekannter Leistungen zum Schutze der Venezianer gegen alle Anschläge der Franzosen und jede Gewaltthat der türkischen Behörden vermochte unwidersprochen und unwidersprechlieh sein Gesuch hinzuweisen1). Seine Forderung w^r nur billig und von der öffentliehen Stimmung unterstützt. Würde noch ein Zweifel an ihrer Gewährung bestanden haben, so hätte das überaus anerkennende und im wärmsten Tone abgefasste Gutachten seines einstigen Vorgesetzten, des Bailo vor dem Kriege, Giambattista Donato, vom 8. Februar 1695, den der Senat zur Aeusserung aufgefordert2) hatte, die günstige Entscheidüng herbeiführen müssen. In der That beschlossen bereits am 6. April 1695 die Inquisitoren, dass vom 8. d. M. angefangen in vierteljährlichen Raten je 35 Cecchinen auf sein Restguthaben an den Staat und je 35 andere als Viertel seiner neuen weiter auf 140 Cecchinen festgestellten Bezüge ihm auszufolgen seien3). Conegliano war durch 1) Ib. Y, 19. 2) Ib. 3) Ib. N1*. 23. Die Beclmnngen über Conegliano’s Bezüge, die der

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