Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 177)
- Language
- German
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174 hervorragende Vertreter bekannt gewesen1). Es war R. Wolf gegönnt, bis ins höchste Greisenalter seine Aernter auszufüllen. In seinem Testamente hat er ein Denkmal reicher Lebensweisheit und demüthiger Frömmigkeit hinterlassen. »Vertrieben aus Wien« pflegte er bis aus Ende seinem Namen hinzuzufügen2). Neben R. Wolf wirkte im Rabbinate als Beisitzer Meschullam Salman Fiscbhof, wohl der Sohn seines Neffen Binjamin Seeb 3), der Enkel R. Chajjims aus Wien. Ein zweiter Meschullam Salman. der Sobn Lazar Fiscbhofs, war Prediger in Nikolsburg. Lazar batte Frumet, die Tochter Moses Lomazy’s,des Rabbiners vonBrisk,zur Frau 4).SeineSchwiegersöhne waren der als Kabbalist zu ausserordentlichem Rufe gelangte R. Heschel Zoref in Krakau und der früh verstorbene R. Jakob in Jerusalem5). R. Salman, 1708 noch Rabbinatsassessor in Dessau 6), hat 1711 während der Blatternepidemie in Prag zum Andenken an seine wunderbaren Rettungen auf der Flucht aus Polen und bei einer ב) Jakob Pisk. aus dem bei L. A. Frankl, Inschriften Kr. 123 Jakob Brak geworden ist, lieisst hier auf dem Epitaph seines Kindes: הגאין והסיד מהר״ר יעקב פיסק, bei B. Mendel Krochmal in dem bemerkenswerthen Besponsum 24: איש אהד מיוחד היה בעיר מופלא בתורה הוא מוהר״ר *אקב פיסק מוחזק היה עשיר לרבבות■ Model Pusk, dem das Haus Nr. 18 in der Taborstrasse zu Wien gehörte (s. Realis 80), besetzte sich in Nikolsburg. Über Mitglieder dieser Familie in Krakau s. J. Dembitzer 12 מפלת עיר הצדק n. 4. 2) Den G־eleitbrief für den edlen um die Auslösung der Ofener Gefangenen von 1686 so hoch verdienten Sender b. Josef Taussig, der im Nisan 1702 in Prag verstarb (8. Hock), unterzeichnet B. Wolf 1690 מגללי ללינא s. Brann in Frankel-Gr ätz Mtschr. 1881. 550. Ebenso unterschrieb er noch sein Testament: מגלרשי לרינא. 3) Die Zeugenaufnahme von 1691 נשאל דלל III, 13. ebenso am Schlüsse von Grafs זרע קודש unterzeichnet er: .משולם זלמן בן א״א הר״ר זאב זצ״ל אויערבך 4)Im Commentar zu סליחה משובהה f• 10גי hinter תפילות נוראות (Frankfurt 1712). Babb. B. H, Auerbach1 s Stammbaum enthält die Annahme, dass Jakob Eleasar Eischhof identisch sei mit dem von Samuel b. David Teble Auerbach in seinem Klageliede auf die Märtyrer von Lublin (Zunz. L. G. 439) verherrlichten Jak. El. Auerbach, allein Lazar Eischhofs Name wird nirgends mit der Segensformel für Märtyrer erwähnt. Über seinen Schwiegervater s. A. L. Feinstein ,119 עיל תהלד Nr. 25 und 202. ß) Zebi H. Kaidenower’s קב הישר p. 210a. Ygl. Carmoly העלרבים לבני 31 ילגד., J. M. Zunz עיר ד.צדק n. 82, J’. Dembitzer 27 מפלת, L, Lanclslmth, Onomasticon 307. Über Zoref bei der Krönung König Augusts von Polen und Bärmann Halberstadt vgl. Böhmer1 s Jüd. Literaturblatt 6, 32. c) נשאל דלל III, 23.