Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 176)
- Language
- German
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173 Söhne war Benjamin Seeb oder Wolf Fisclikof. Dieser besetzte sieh nun in Nikolsburg, während sein Bruder R. Mendel das Rabbinat von Rausnitz in Mähren bekleidete. Das Ansehen des ebenso gelehrten als begüterten Wolf Fischhof־Auerbach stieg in der Gemeinde bis zu dem Grade, dass er, der Fremde, zum Vorsteher und während der Amtsthätigkeit R. David Oppenheims zum Vorsitzenden des Rabbinatscollegiums ernannt wurde, dessen Approbationen * man gleich denen der hervorragendsten Rabbiner einzuholen pflegte 1). Seine Söhne Meschullam Salman 2), Prediger in Nikolsburg. Chajjim und Simon Fischhof ragten alle durch Gelehrsamkeit und Ansehen hervor, seine Töchter waren an die Wiener Exulanten Natan Feitel Munk, den Rabbiner von Austerlitz und nachmals- Hotzenplotz 3), und an den reichen und wohlthätigen, durch seine Abstammung geachteten Abraham Pisk verheirathet. Abraham Munk. Natan Feitels Vater, hatte in der kleinen Pfarrgasse Nr. 72 im Ghetto von Wien ein ansehnliches Haus 4). Durch Dr. Aron Lucerna, Veit Munks Schwiegersohn, und Meschullam Salman Fischhof, der Dr. Leo Lucerna’s Tochter geheirathet hatte, standen die Familien Fischhof und Munk bereits in verwandschaftlicher Beziekung 5). Auch die Familie Pisk war in der Wiener Gemeinde durch. B. Chajjim starb also wohl Mittwoch den 28. Tischri Abend. Dieses Datum haben daselbst seine Söhne Isak und Benjamin Seeb verzeichnet. 1695 (ב approbirt er Mose Graf ׳’s ויקהל משה, der ihn betitelt: דדב המופלא והמופלג ההדיף והבקי הראש והקצין פרנס ומנהיג ה״ה כמוהר״ר וואלף פישהוף נר״ו ראש ב״ד דק״ק גיקלשפורג יצ״ו. An der Spitze des Vorstandes erscheint sein Name am Schlüsse der Geistergeschichte hinter Grafs זיע קודש. 1705 wird er über der Aprobation zu Isak Zorefs מאלגי צדק als Greis bezeichnet.:הישיש הגאון מודדר וואלף פישהוף ראש ב״ד דק״ק נ״ש■ Auch der Beglaubigte des Babbinates war damals ein Exulant 8יעקב בהי״ד עוזי מלויי. s. נשאל דוד IIIr 13 (1691). 2) Mesch. Salman nennt seine Brüder und Schwäger vor dem Testamente B. Wolfs am Schlüsse von מקור הכמה Berlin 1711. 3) Nach Josua Ealks Vorrede zu בנין יהושע (Dyhemfurth 1788) ist Munk 27 Jahre in Austerlitz und 11 in Hotzenplotz Babbiner gewesen und gleich seinem Namensvetter, dem Babbiner von Wien, Verfasser eines, wie ich mit Cb. N. Denibitzer annehme, ungedruckt gebliebenen Werkes הק נתן in drei Bänden. Da er nach seinem Epitaph in Hotzenplotz, das Dr. M. jBrcmn mir mitgetheilt hat, am 9. Elul 1724 gestorben ist, so dürfte er kaum mit B. Veitei Munck aus Deipnik identisch sein, der 1697 in Breslau wohnte s. Brann in Grätz-Jubelschrift 231. 4) Realis 82. Es war auf 1161 fl. 20 kr. geschätzt. 5) S. oben 25 f.