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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 70

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 70)
Language
German
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67 Einzelnen. Zacharias Lewiג) heisst der Edle, der ein drittes öffentliches Gotteshaus und eine reichfundirte Talmudschule im Ghetto aufrichtete. Der Sohn des bereits durch Wissen und Wohlstand ausgezeichneten Isachar Bär, der Bruder des durch rabbinische Gelehrsamkeit und Schüler heranbildende Thätigkeit hoch gefeierten Nathan Feitel2), der ihm jedoch schon 1643 durch den Tod entrissen worden war, durch Erziehung und frommen Sinn stets bereit, seine Opferwilligkeit zu bekunden, hielt Zacharias den Zeitpunkt für gekommen, durch Begründung einer durch ihre Mittel dauernd gesicherten Schule dem Talmudstudium in der Wiener Gemeinde eine Heimstätte aufzurichten. Unterstützt von seiner Gattin Fögele, der es jedoch nur vergönnt war, den Beginn des Baues zu erleben, da sie bereits am 15. März 1656 ihm im Tode vorangieng 3), liess er mit ungespartem Aufwand reicher Mittel eine ansehnliche Synagoge erbauen und in Verbindung mit dieser die Schule, in der stets 24 Jünger Unterkunft, Verpflegung und Unterricht finden sollten. Es war die Bestimmung von ihm getroffen worden, dass die Beschäftigung mit dem Gottesworte ausser in der Zeit des Sabbatgottesdienstes Tag und Nacht keinen Augenblick darin feiern dürfe, so dass die Schüler der Reihe nach sich ablösen mussten. Wien wurde wieder ein Stammsitz jüdischer Gelehrsamkeit. Von so viel Kundigen umgeben, nennt B,. Sabbatai seine Gemeinde eine Fürstin an Wissen4). In die nur allzu kurze Zeit seiner Wiener Wirksamkeit fiel auch die Begegnung einiger der hervorragendsten Leuchten der damaligen Judenheit im Ghetto von Wien. Als es sich einst um die Entscheidung einer eherechtlichen Frage 5) ג) Wagenseil, tela ignea Satanae p. 72; Schneit I, 350; S. G. Stern in N. Keller1 s 14—109 ,1 בכורים, Inschriften N1*. 292. 2) Ib. Nr. 140. Er wird von Gastfreund 37 mit Nathan Weidel, dem Sohne des Samuel Phöbus (Nr. 29), dem Enkel Mose Aron T eomim-Lämmel’s aus Prag, dem!Rabbiner von Worms und Wien (Carmoly in Low’s Ben Chananja 5, 5), zusammengeworfen. Weidel, der 1629/30 starb (Nr. 77), heisst im Memorbuche von Worms קבץ על יד in, 21:מוהר״ר נתן ויידל. 3) Inschriften Nr. 217. Der 21. Adar 1656 fiel auf!Freitag; es wäre daher יום ן׳ statt ג׳ zu lesen. 4) Die undatirte Approbation zu Sabbatai Cohens שפתי כהן על משפט (Amsterdam 1663) unterschreibt er: ווינא העיר רבתי עם רבתי בדעות. 5) Dies überliefert Zewi Aschkenasi הכם צבי EGA. 65 nach seines Gross- 5*

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