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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 30

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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27 Neben ihm sehen wir in der neuen Gemeinde Männer als Aelteste und Vorsteher wirken, die durch Abstammung, Stellung und Wis~ sen die Gewähr redlicher Pflichterfüllung im Dienste des Gemeinwesens lieferten. Es sind dies Mose Jeremia Gerson aus der altberühmten Familie Rapoport, als Schuloberhaupt und Beisitzer des Wiener Rabbinates bekanntג), David, Sohn des Pinchas Himviz 2), beide Judenrichter, d. h. Vorsteher lange vor dem Auszug nach dem untern Wörth 3), Abraham, Sohn des Markus Model Oettingen, bei Hofe gekannt und verwendet, Israel Isserl, Sohn des Zacharias aus Eisenstadt4) und Jakob David, Sohn des Naftali Neu״ markt 5), ganz besonders angesehen und begütert, alle fast durch ihre Titel als Kenner des jüdischen Schriftthums ausgezeichnet. Neben diesen durch ihre amtliche Stellung hervorragenden Männern genossen die Hofbefreiten 6), deren eine grössere Anzahl he- ג) J. JE. Schlager, Wiener Skizzen aus dem Mittelalter 32, der die ödenbar liebräisclien Unterschriften der jüdischen Aeltesten von 1626 übersetzte, nennt Mose Jeremias Gerson, Sohn des Moses Kolm, Befl von Fürth. David Oppenheim a. a. O. 114 bemerkt: »blos Beil aus Fürth bleibt uns unenträthselt.« Die getrennte Schreibung רפא פורט hat dieses Monstrum ergeben. Seine eigene Unterschrift finden wir auf seiner Zustimmung zu Eulenburg's Entscheidung a. a. 0.52c; משה ירמיהו גרשון בי לא״א האלוף מהרד משה כ״ץ זע״ל. Carmoiy 9 העורבים ובני יונה hält ihn für den Sohn des aus Prossnitz in Wien eingewanderten Simclia Eapoport. Er erscheint bereits 1614 als erster Vorsteher der Wiener Juden s. Gr. Wolf, die Juden i. d. L. 69, Geschichte der Juden in Wien 41; deutsch wird er Moyses Jeremias Gerstl genannt. Joachim Gerstl war Hofjude unter Matthias ib. 261 n, 1. Moses Gerstl, der den Schutz des David Lassl d. i. Lazarus genoss, war wohl der Vater des Vorstehers s. G. Wolf in Frankel- Grätz' Monatsschrift 1887, 541. Sein Sohn David starb 1646 s. Inschriften Nr. 159, ein zweiter, Mose, 1665 Nr. 301, doch bleibt diese Angabe wie Nr. 85 ungewiss. Der 1626 bei Einräumung der Judenstadt ausgestellte Bevers, auf dem Schlager diese Unterschrift der »Eltisten« und Vorsteher sah, ist im Archiv der Stadt Wien nicht aufzufinden gewesen. 2) Nach Oppenheim a. a. 0. wäre David 1631 [1. 1636] gestorben. Der Stein N1*. 79 deckt jedoch das Grab seines Sohnes Samson : es ist *־IH TTH£2 zu lesen. 3) G. Wolf, die Juden i. d. L. 8. 4) D. Kauf mann, Samson Wertheimer 52. 5) Er heisst bei Schlager a. a. O. David, Sohn des verstorbenen Hrn. Naftaly Schlesie von Neumarkt. Das räthselhafte Schlesie erklärt sich vielleicht aus : ס״ל ץ״ ל. Er starb 1660 s. Inschriften Nr. 250. Auch er führt den Ehrentitel אלוף. e) G. Wolf, Geschichte 261 n. 1.

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